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Leverkusen
Kunst zugunsten der Palliativmedizin

Leverkusen. Im Forum sind Bilder von Winfried Becker zu sehen, die sich mit dem Sein und der Schöpfung befassen. Ein Teil des Verkaufserlöses geht an einen Verein. Von Monika Klein

Die großformatigen abstrakten Bilder von Winfried Becker vermitteln mit ihren organischen Formen Ruhe und Ordnung. Dass ihnen Fotografien zugrunde liegen, die der Leichlinger Künstler am Computer bearbeitete, vergrößerte und veränderte, bis für ihn das digital "gemalte" Ergebnis überzeugend ist, kann man dem fertigen Bild nicht mehr ansehen.

Becker setzt sich in seinen Werken mit Fragen auseinander, die er sich in Hinblick auf das Leben und die Schöpfung stellt. Ihn interessiert dabei nicht das Abbild der vermeintlichen Wirklichkeit, er interessiert sich für das ureigene Wesen, das Essenzielle, das Sein an sich. Jene, die sich auf Beckers Werk frei von vorgefertigten Vorstellungen einlassen können, kommen in eine tiefere Art der Wahrnehmung und Erkenntnis.

Becker ist Kunsttherapeut und arbeitet mit Patienten der Palliativstation des Klinikums Leverkusen gewonnen. Seine Fragen zum Leben und zur Schöpfung nimmt er grundsätzlich mit in diese Arbeit, um Menschen neue Sichtweisen auf das Sein im Allgemeinen oder auf ihr persönliches Leben im Besonderen zu öffnen. Mit seiner Ausstellung "Pallium", die am Sonntag, 27. November, um 11 Uhr in der Galerie im Forum (Seitenfoyer) eröffnet wird, will er Besucher einladen, über das Leben und das Sterben nachzudenken, darüber zu sprechen und sich durch den Kauf eines Bildes für die Palliativmedizin Leverkusens zu engagieren. Denn 20 Prozent vom Erlös dieser Benefizausstellung gehen an den Verein zur Förderung der Palliativmedizin am Klinikum Leverkusen.

Thomas Eimermacher wird als 1. Vorsitzender die Ausstellung eröffnen. Eine Einführung in das Werk gibt der Kunstkritiker und Kunsthistoriker Dr. Peter Lodermeyer aus Bonn. Veranstalter ist die Volkshochschule Leverkusen, die ein Programmpaket während der Ausstellungs-Laufzeit rund um das Thema Palliativmedizin geschnürt hat.

Im Forum Vortragssaal hält Professor Norbert Niederle am Montag, 5. Dezember um 18.30 Uhr einen Vortrag über Palliativmedizin, die Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind, verbessern soll. Dafür sind inzwischen sowohl stationäre als auch ambulante interdisziplinäre Behandlungs- und Betreuungswege etabliert.

Außerdem zeigt das Kommunale Kino drei Filme. Am Mittwoch, 30. November, läuft der spanische Film von 2005 "Das Meer in mir". In Kooperation mit der Christuskirche wird am Mittwoch, 7. Dezember, ein Film über das Leben der Ärztin, Wissenschaftlerin und Autorin Elisabeth Kübler-Ross gezeigt, die sich ein Leben lang mit dem Sterben beschäftigt hat. Anschließend leitet Pfarrer Dr. Detlev Prößdorf eine Diskussion. "Albrechts langer Abschied - eine Langzeitdokumentation über das Leben und Sterben" läuft am Mittwoch, 14. Dezember im Forum. Beginn ist jeweils 19 Uhr.

Die Ausstellung "Winfried Becker - Pallium" ist bis zum 16. Dezember in der Galerie im Forum zu sehen, geöffnet montags bis freitags 9 bis 20 Uhr sowie zu Veranstaltungen.

Quelle: RP
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