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Leverkusen/Köln
(KVB-)Streik sorgt für Stau in Leverkusen

Leverkusen/Köln: (KVB-)Streik sorgt für Stau in Leverkusen
In der Waldsiedlung hielt gestern keine Straßenbahn der Linie 4. Die Wagen blieben - wie alle Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe - im Depot. Pendler mussten sich Alternativen suchen, um zur Arbeit zu kommen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen/Köln. In Leverkusen fuhren gestern keine KVB-Bahnen der Linie 4 und keine Busse der Linien 151 und 152. Im Stadtgebiet kam es zu Staus, weil mehr Autos unterwegs waren. Bei Stadt, Avea und EVL wirkte sich der Streik dagegen kaum aus. Von Susanne Genath

Der Streik im öffentlichen Dienst hat sich gestern in Leverkusen bemerkbar gemacht. Die Straßenbahnen der Linie 4 von Bocklemünd bis Schlebusch blieben gestern - wie alle Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) - im Depot. "Auch die Buslinien 151 und 152 zum Chempark fuhren den ganzen Tag nicht", berichtete KVB-Sprecher Matthias Pesch.

In Köln habe man immerhin etwa ein Drittel des KVB-Busbetriebs aufrecht erhalten können: "alle Linien, die von Subunternehmern bedient werden", sagte Pesch. Allerdings hätten diese Busse - ebenso wie viele Autofahrer - oft im Stau gestanden. Denn wegen des Streiks seien wesentlich mehr Autos unterwegs gewesen als üblich.

Das zeigte sich auch auf den Straßen in Leverkusen. Unter anderem an der Ausfahrt Opladen der Autobahn A 3 mussten Autofahrer Geduld aufbringen, um nach Opladen oder Wiesdorf zu gelangen. "Das kommt auch dadurch, dass die Autobahn 542 im Moment teilweise gesperrt ist und der Verkehr über Opladen umgeleitet wird", sagte Stadtsprecherin Dr. Ariane Czerwon.

Nichts geht mehr in Köln FOTO: dpa, fg vfd

Die Stadtverwaltung selbst sei von dem Streik der Gewerkschaft Verdi kaum getroffen worden. "Alle Abteilungen waren besetzt, keine musste schließen", berichtete Czerwon. Lediglich im Rheindorfer Kindergarten an der Bodestraße sei es zu Einschränkungen gekommen. Dort konnten nur Kinder von berufstätigen Eltern betreut werden. Auch bei der Energieversorgung Leverkusen (EVL) und den Anlagenbetrieben zur Verwertung und Entsorgung von Abfällen (Avea) wirkte sich der Arbeitskampf nach eigenen Angaben nicht aufs Tagesgeschäft aus. "Die Mülltonnen wurden ganz normal geleert", hieß es bei der Avea.

Laut Verdi waren gut 100 Leverkusener Mitarbeiter im Ausstand. "Etwa 40 von der Stadtverwaltung, darunter viele Erzieherinnen", berichtete Lothar Reitzer vom Verdi-Bezirk Rhein-Wupper. Die übrigen gut 60 seien Beschäftigte der Avea und der Energieversorgung Leverkusen (EVL). Zusammen hätten sie an der zentralen Kundgebung in Köln teilgenommen, auf der insgesamt 12.000 Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes eine bessere Bezahlung forderten. "Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation", sagte Reitzer. "Daher stehen die Beschäftigten auch hinter unseren Forderungen."

Der Warnstreik von Verdi in Düsseldorf FOTO: dpa, fg fpt

Im Chempark Leverkusen lief gestern übrigens trotz der ausgefallenen Buslinien fast alles normal. "Keine Auffälligkeiten", meldeten die Bayer AG sowie Currenta. "Unsere Mitarbeiter haben aber die Möglichkeit, Gleitzeit zu nehmen", teilte Currenta-Sprecher Mauritz Fänger-Montag mit.

Auffällig bei der KVB war dagegen die hohe Nachfrage nach Leihfahrrädern. "Die Kunden nutzten sie gestern drei Mal so gut wie sonst", berichtete Sprecher Pesch.

Quelle: RP
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