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Leverkusen
Landschaften in Öl und Acryl

Leverkusen. Die Leverkusener Künstlerin Ulrike Harter hat ihre Palette in letzter Zeit ziemlich reduziert auf die Töne zwischen Schwarz und Weiß. Claudia Raga, die sie zur Doppelausstellung am kommenden Wochenende eingeladen hat, bringt die Farbe ins Spiel. "Farbe. Und Grau." haben die Malerinnen, die sich im Kunststudium an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen kennen und schätzen lernten, ihre Schau in den Räumen der Ateliergemeinschaft "art4" in der Neuen Bahnstadt Opladen überschrieben. "Das ist so schön hier", schwärmt der Gast angesichts des großen, hohen und hellen Ateliers. "Die großen Formate kann man nicht überall zeigen." Und ausladende Bilder lieben sie beide, egal ob in Grau oder in Farbe. Von Monika Klein

Die neuen Arbeiten von Ulrike Harter sind weniger an klaren geometrischen Formen orientiert als bisher, eine Leinwand markiert noch den Übergang. Die jüngeren Werke, von denen manche gerade erst getrocknet sind, erscheinen wie hereingezoomt in eines der älteren Bilder. Dann mag sie der Betrachter als verwitterte Wand sehen, deren Putz bröckelt und teils den Blick auf darunterliegende Schichte freilegt. Oder man empfindet die abstrakte Bildgestaltung als Weitwinkel-Blick in eine grau verhangene Landschaft, die von wabernden Nebelschleiern nur teilweise freigegeben ist.

Landschaft ist auch bei Claudia Rega, die sich selbst als abstrakte Expressionistin einstuft, ein wiederkehrendes Thema. Genau wie Ulrike Harter legt sie viele Schichten übereinander, um Tiefe zu erzeugen. Anfangs arbeitet sie meist mit Acrylfarben, aus ganz pragmatischen Gründen: Das Material trocknet schneller. Je weiter sie aber an die Oberfläche eines Bildes kommt, umso wichtiger werden ihr die Eigenschaften der Ölfarbe, die länger offenbleibt, sich besser vermischen lässt und eine ganz andere Farbbrillanz mit sich bringt.

Rega arbeitet gerne in Serien. Beispielsweise zum Thema Wanderung, inspiriert vom Leben des amerikanischen Monarchfalters, der über 3000 Kilometer zurücklegt. Daraus entstand eine leuchtend farbige Schmetterlingsserie, abstrakt versteht sich. Beim Betrachten einiger Bilder drängt sich der Vergleich mit guten Bekannten der jüngeren Kunstgeschichte auf: Klee, Miro oder August Macke. Ganz könne man sich wohl von den Sehgewohnheiten und Einflüssen großer Meister nicht entziehen, meint Rega.

Die Ausstellung "Farbe. Und Grau." mit Malerei von Ulrike Harter und Claudia Rega findet am 12. und 13. November, jeweils 14 bis 18 Uhr, im Atelier "art4", Am Handwerkerhof 1 in der Neuen Bahnstadt Opladen statt.

Quelle: RP
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