| 00.00 Uhr

Leverkusen
Lange Sanierungsphase in der Beamten-Kolonie

Leverkusen: Lange Sanierungsphase in der Beamten-Kolonie
Die Christian-Hess-Straße, die Carl-Duisberg-Straße und die Parkflächen werden ab Mitte November grundlegend saniert. FOTO: RP-Foto-Miserius
Leverkusen. Ab dem 16. November beginnt die Bayer Real Estate umfangreiche Baumaßnahmen an der Carl-Duisberg- und der Christian-Hess-Straße. Lärmbelästigungen müssen die Bewohner wohl nicht fürchten. Von Simon Janssen

Beim Anwohnertreffen am Dienstagabend waren die ersten Sorgen der Anwohner zu hören. "Wird es laut?", "Wird mein Haus vibrieren?", lauteten die am häufigsten gestellten Fragen der rund 40 Besucher. Die Nachricht, dass bald unweit ihrer Wohnhäuser umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Carl-Duisberg- und der Christian-Hess-Straße vorgenommen werden, trieb einigen Anwohnern - hauptsächlich wohnhaft an der Carl-Rumpff-Straße - Sorgenfalten auf die Stirn. Ab Montag, 16. November, ist Sanierungsbeginn in der Beamtenkolonie. Abhängig von den Witterungsverhältnissen werden das Projekt voraussichtlich bis Ende 2017 dauern. Aber was passiert dort?

Um eine weitere Absenkung der Straßen zu vermeiden, werden die Verkehrs- und Parkflächen in dem rund 26.800 Quadratmeter großen Gebiet erneuert. Schuld an den Absenkungen ist eine unterirdische Fläche von Gipsablagerungen, die im Jahr 1909 nach einer Auskiesung angelegt wurde. Die Mächtigkeit dieser Ablagerungen, die aus reinem Gips, wieder aufgefülltem Boden, Bauschutt und Asche besteht, variiert und beträgt im Maximum zehn Meter. Hauptziel der Maßnahme ist es, die Oberfläche des betroffenen Gebietes zu stabilisieren. Alle Ablagerungen verbleiben vor Ort, sie werden jedoch durch Aufschüttungen - sechs Tonnen pro Quadratmeter - komprimiert. "Dann heißt es warten, um zu sehen, wie sich der Boden senkt", sagt Projektleiter Wolfgang Vogel.

Der Autoverkehr soll trotz der Maßnahmen weiterlaufen und um das Sanierungsgebiet geleitet werden. Gleiches gilt für beleuchtete Rad- und Fußgängerwege. Auf der - derzeit gesperrten - Parkfläche, die von der Carl-Duisberg- und der Christian-Hess-Straße umringt wird, soll eine Grünfläche entstehen.

Während der Verdichtungsarbeiten kann es laut Bayer Real Estate zu Erschütterungen kommen. Darum werden in einigen Wohnhäusern Messgeräte aufgestellt. Die Bewohner sollen darüber zeitnah informiert werden. Die Anwohner, die Lärmbelästigungen oder Vibrationen ihres Hauses fürchten, konnten von den Verantwortlichen beruhigt werden. "Höchstens, wenn man weniger als zehn Meter an der Baustelle steht, könnte man etwas hören", sagte Vogel, der zudem darüber Auskunft gab, dass sich im Boden des Gebietes keine Altlasten befänden. Trotz mehr als 100 Bohrungen seien keine Abfälle in den Ablagerungen festgestellt worden.

Bei einer Grundwasser-Untersuchung des Umweltamtes seien zwar Überschreitungen gemessen worden, die jedoch auf keine Gefährdungen durch den Boden für Mensch und Pflanzen hinweisen.

Probleme könnten allerdings die Mieter der Garagen bekommen, die sich im Sanierungsgebiet befinden. Diese werden abgerissen. Die Mieter haben nun drei Monate Zeit, ihre Garage auszuräumen. Die Bayer Real Estate (BRE) prüft derzeit verschiedene Baumöglichkeiten für neue Garagen im Norden der Beamtenkolonie.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: Lange Sanierungsphase in der Beamten-Kolonie


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.