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Leverkusen/Köln
Lanxess: eine Mio Euro für Mitarbeiter-Ideen

Leverkusen/Köln. Es gab weniger Vorschläge als in Vorjahren. Die aber waren gehaltvoll: Von 2027 wurden 1077 realisiert. Von Ludmilla Hauser

Ganz schön pfiffige Köpfe sind beim Spezialchemiekonzern nicht nur im Bereich Forschung und Entwicklung oder auf der Führungsetage im Lanxess-Tower beschäftigt, sondern offenbar überall im Unternehmen.

Denn aus vielen Bereichen trudelten im vergangenen Jahr mehr als 2000 Verbesserungsvorschläge, konkret 2027 (es waren auch schon mal mehr, 2013 zum Beispiel 3085, 2012 sogar 3157) von Mitarbeitern in den Ideenmanagement-Büros an den deutschen Standorten ein.

Und die haben Lanxess-Chef Matthias Zachert und seinen Vorstandskollegen geholfen, im vergangenen Jahr satte 2,5 Millionen Euro zu sparen, berichtet das Unternehmen. Hobby-Langstreckenläufer Zachert weiß auch, dass es motiviert, wenn so viel Mühe belohnt wird: Lanxess zahlt seinen Mitarbeitern in Deutschland für ihre Ideen knapp eine Million Euro aus. Exakt verteilt der Konzern Prämienzahlungen von insgesamt 948.000 Euro an die "Erfinder" von 1077 realisierten Verbesserungen. Im Vergleich zu früheren Jahren ist die Zahl der umgesetzten Ideen ziemlich hoch: 2012 beispielsweise gab es wesentlich mehr Vorschläge, es wurden aber "nur" 1035 umgesetzt.

Arbeitsdirektor Rainier van Roessel legt als i-Tüpfelchen ein Mitarbeiter-Lob obendrauf: "Das Ideenmanagement war auch 2015 sehr erfolgreich. Ich freue mich sehr, dass unsere Mitarbeiter auch im vergangenen Jahr - trotz herausfordernder Aufgaben im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns - wieder zahlreiche hervorragende Verbesserungsvorschläge entwickelt haben."

Die im vergangenen Jahr kreativsten Köpfe sitzen übrigens nicht am größten Lanxess-Produktionsstandort in Leverkusen, sondern in Krefeld-Uerdingen: Von dort wurden 1192 Ideen eingereicht und davon 571 umgesetzt - 510.000 Prämieneuro gehen dorthin. Mitarbeiter in Leverkusen gaben 481 Vorschläge ab, 241 wurden umgesetzt - rund 290.000 Euro werden hier aufgeteilt. Und aus Dormagen gab's 215 Vorschläge, 138 wurde realisiert - macht eine Prämie von 80.000 Euro. Ideenkostproben: Von Mitarbeitern aus dem Geschäftsbereich Inorganic Pigments kam der Vorschlag, durch den die Instandhaltungskosten bestimmter Anlagen am Standort Krefeld-Uerdingen deutlich gesenkt werden.

Aus dem Geschäftsbereich Rheinchemie Additives hatten kluge Köpfer die Idee, wie am Standort Leverkusen Ressourcen bei der Sprühtrocknung von Farbstoffen eingespart werden können.

Und bei Saltigo in Dormagen kam der Vorschlag auf, dass durch Optimierungen im Abfüllvorgang Reinigungs- und Entsorgungskosten vermindert werden.

Quelle: RP
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