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Leverkusen
Lanxess investiert 340 Mio. in Leverkusen

Leverkusen: Lanxess investiert 340 Mio. in Leverkusen
Lecker: Hubert Fink (Lanxess, l.), Torsten Derr (Saltigo) und Uwe Richrath (Stadtchef) schneiden die Geburtstagstorte an. FOTO: Alfred Jansen/Lanxess
Leverkusen. Bei der Feier zur Erweiterung bei Tochterfirma Saltigo kündigte Konzernvorstands-Mitglied Hubert Fink die Summe an. Von Ludmilla Hauser

Als das Farbfernsehen 1967 seinen Eroberungszug antrat, war Oberbürgermeister Uwe Richrath ein Rheindorfer Bub von sechs Jahren, und ein paar Kilometer weiter den Rhein rauf im damaligen Bayerwerk nahm das Zentrale Technikum Organisch, kurz ZeTo, seinen Betrieb auf.

50 Jahre später: Das Röhren-Fernsehen hat längst ausgedient, der einstige Rheindorfer Bub ist nun Stadtchef und Zeto, mittlerweile der wichtigste Betrieb des Lanxess-Tochterunternehmens Saltigo, feiert Geburtstag. Überschrift: "50 Jahre Chemie vom Feinsten." Das schönste Geschenk ist pünktlich zum Jubiläum fertig geworden: eine 60-Millionen-Euro-Investition. Das Geld geht hauptsächlich in zwei neue Mehrzweck-Produktionslinien im ZeTo und in ein neues Tankcontainer-Lager.

Vor gut 50 Jahren: ZeTo-Baustelle Ende der 1960er und Innenansicht von 1970. FOTO: Bayer AG Corporate History & Archivs/Lanxess

Für Lanxess-Vorstandsmitglied Hubert Fink, den ersten Geburtstags- und Einweihungsredner gestern im kleinen Festzelt im Chempark, haben diese 60 Millionen Strahlkraft über die erweiterte Produktionskapazität hinaus: "Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Leverkusen", betonte Fink und verarbeitete dann noch ein Zitat von Konzernchef Matthias Zachert: Lanxess sei an 74 Standorten in 25 Ländern vertreten, "aber unser Herz schlägt in NRW, schlägt in Leverkusen. Unser Erfolg ist untrennbar mit Leverkusen verbunden." Die Zahlen dazu: Im Chempark unterhält der Konzern seinen weltweit größten Produktionsstandort mit rund 3000 Mitarbeitern, rund 1100 davon arbeiten bei Saltigo. Die 60 Millionen sind nicht alles, was der Spezialchemiekonzern in jüngster Zeit in den Standort gesteckt hat: Fink sprach gestern von mehr als 300 Millionen Euro in den vergangenen beiden Jahren. Und kündigte an, was Richrath besonders gefreut haben dürfte: "In den kommenden drei Jahren planen wir weitere 340 Millionen Euro für den Standort ein."

Wie viel davon an Saltigo geht, verriet Fink noch nicht. Dass das Tochterunternehmen aus der Agrochemie-Branche derzeit gut dasteht, rückte Saltigo-Geschäftsführer Torsten Derr in den Mittelpunkt: "Wir sind auf unserem Gebiet ein starker Spieler, haben alle großen Agro-Firmen der Welt auf unserer Kundenliste. Die Auftragsbücher sind voll." Da komme die Kapazitätserweiterung gerade recht.

Mit selbiger - die Arbeiten begannen 2015 - habe Saltigo drei Ziele erreicht: einen Technologiesprung, der "Flexibilität für die Zukunft" zulässt, und die Stärkung des Leverkusener Saltigo-Produktionsnetzwerkes, "denn ein Betrieb wie das ZeTo arbeitet niemals allein". Und ebenzusätzliche Kapazitäten. "Zuvor waren unsere Auftragsbücher so voll, dass wir kaum noch Großprojekte annehmen konnten", merkte Torsten Derr an.

FOTO: BAyer AG Corporate History & Archives

Er ist besonders stolz darauf, dass die Arbeiten für die Produktionserweiterung bei laufendem Betrieb stattgefunden haben. "Sie müssen sich das vorstellen wie eine Operation am offenen Herzen", sagte der Saltigo-Chef. Passt ja, wenn es ist, wie Fink sagt: Das Herz von Lanxess schlägt in Leverkusen.

Quelle: RP
 
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