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Leverkusen/Köln
Lanxess koopertiert mit Ölriese Saudi Aramco

September 2013: Lanxess zieht nach Köln
September 2013: Lanxess zieht nach Köln FOTO: Miserius, Uwe
Köln. Der Spezialchemiekonzern Lanxess ist bei der Suche nach einem Partner für sein schwächelndes Kautschuk-Geschäft fündig geworden. Mit dem Ölriesen Saudi Aramco habe sich Lanxess auf die Gründung eines Joint Ventures in dem Bereich verständigt, teilte das Kölner Unternehmen am Dienstag mit.

An der gemeinsamen Tochter mit einem Jahresumsatz von drei Milliarden Euro werden beide Unternehmen einen Anteil von 50 Prozent halten. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus. Die Transaktion soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 abgeschlossen werden. Während Lanxess sein gesamtes Kautschukgeschäft mit 20 Werken und 3700 Mitarbeitern in das Gemeinschaftsunternehmen einbringt, sorgt Saudi Aramco für den Zugang zu strategischen Rohstoffen wie Erdöl.

Lanxess-Vorstandschef Matthias Zachert teilte mit, in einer integrieren Wertschöpfungskette könnten die Unternehmen nun gemeinsam synthetische Kautschuke von der Ölquelle bis zum Endprodukt herstellen.

Lanxess war in den vergangenen Jahren durch starke Überkapazitäten und der Absatzkrise auf den Auto- und Reifenmärkten in Schwierigkeiten geraten. Zachert verordnete dem Unternehmen, das vor zehn Jahren aus der Abspaltung der Bayer-Chemiesparte entstanden war, einen rigiden Sparkurs und einen Konzernumbau.

Am Montag hatte Lanxess seinen Platz im Dax nach nur knapp drei Jahren räumen müssen. Stattdessen rückte Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia in den deutschen Leitindex auf.

(lnw)
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