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Köln/Leverkusen
Lanxess verlängert Engagement bei Arena

Köln/Leverkusen: Lanxess verlängert Engagement bei Arena
Die Kölner Veranstaltungshalle mit dem Namen des Leverkusener Unternehmens Lanxess FOTO: dpa, obe gfh
Köln/Leverkusen. Die Kölner Veranstaltungshalle soll weitere fünf Jahre unter dem Namen des Spezialchemiekonzerns firmieren. Von Ina Bodenröder

"Ehen werden normalerweise im Himmel, nicht im 19. Stock geschlossen", sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker gestern amüsiert. Doch gab es von dieser Regel eine Ausnahme: In der obersten Etage des Büroturms der Lanxess AG in Köln-Deutz verkündete Konzernchef Matthias Zachert gemeinsam mit Stefan Löcher, Geschäftsführer der Lanxess-Arena, dass sein Unternehmen für weitere fünf Jahre Namensgeber der benachbarten Multifunktionsarena bleibt.

Reker fungierte zwar nicht als offizielle Standesbeamtin, sprach der Vereinbarung aber dennoch ihren Segen aus: "Ich finde es unheimlich gut, dass Lanxess sich so mit Köln identifiziert", betonte das Kölner Stadtoberhaupt.

Der Vertrag zwischen dem Spezialchemiekonzern und der Arena Management GmbH gilt ab Januar 2019 und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Wie viel Geld Lanxess für die Namensrechte zahlt, sagten die Unternehmen nicht. "Es passt", betonte Löcher aber und verwies darauf, dass der Vertrag für den Chemiekonzern "unglaubliche Multiplikatoren- und Kontaktzahlen" bringe. Darum aber, so versuchte Konzernchef Zachert zu verdeutlichen, gehe es dem Unternehmen nicht allein. Die Mitarbeiter und Führungskräfte bei Lanxess habe man befragt, was sie von der Namensgebung für die Arena hielten. "Das hat uns ein starkes Signal gegeben. Die Mitarbeiter haben uns gesagt, dass wir einen Teil unserer Identifikation abgäben, wenn die Halle nicht mehr Lanxess-Arena hieße", erläuterte Zachert.

Immerhin sind rund 7000 Mitarbeiter in Köln und an den Standorten am Niederrhein einschließlich Leverkusen beschäftigt. Im Schnitt kommen im Jahr 1,6 Millionen Besucher zu Veranstaltungen nach Deutz. Damit ist der Veranstaltungsort die meistbesuchte Multifunktionsarena in Europa und zählt zu den zehn größten weltweit. Nach Unternehmensangaben weist sie die höchste Bekanntheit und die beste Auslastung unter vergleichbaren Aufführungsstätten in Deutschland auf.

Dabei ging es der Arena vor dem ersten Vertragsabschluss im Jahr 2008 wirtschaftlich gar nicht besonders gut. "In den ersten Jahren war die Halle sogar von der Insolvenz bedroht", erinnerte Stefan Löcher an frühere Zeiten. Damals habe man an einem Sonntag innerhalb weniger Stunden den Namensgebervertrag erfolgreich "zusammengeschustert". "Das war ein unheimlicher Glücksgriff", betonte er. Heutzutage sei eine Halle dieser Art, ohne die Vermarktung ihres Namens, wirtschaftlich kaum noch zu führen.

Nun werde die weitere Auslastung der Arena angepeilt. Gerade wurde bekanntgegeben, dass unter anderem die Hauptrunde der Handball-Weltmeisterschaft 2019 in der Lanxess-Arena ausgetragen wird.

Quelle: RP
 
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