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Leverkusen
Lanxess will die Milliarden-Marke bei Gewinn knacken

Leverkusen. Für Lanxess, das neue Lanxess, so nennt Konzernchef Matthais Zachert das Unternehmen seit der Neuausrichtung samt Sparkurs, geht es weiter bergauf. Zachert hob gestern die Ergebnisprognose für 2016 zum zweiten Mal in diesem Jahr an. Mittlerweile geht der Manager von einem Ebitda (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) zwischen 960 Millionen und einer Milliarde Euro aus.

Im August hatte Zachert die Prognose schon mal hochgesetzt auf bis zu 970 Millionen Euro. Zu Beginn des Jahres war die Chefetage im Lanxess-Tower in Köln-Deutz von 900 bis 950 Millionen ausgegangen.

Grund für die rosigen Aussichten:

Im dritten Quartal stieg der Gewinn bereits um 9,4 Prozent auf 257 Millionen Euro (2015: 235 Millionen Euro). "Wir haben den Schwung aus dem ersten Halbjahr in das dritte Quartal mitgenommen", kommentierte Matthias Zachert. Für das in der Branche generell schwächer verlaufende Schlussquartal erwartet der Konzern einen "saisonalen Geschäftsverlauf - das heißt eine im Vergleich mit den Vorquartalen etwas gedämpftere Entwicklung".

Weitere Kennzahlen aus dem dritten Quartal: Konzernergebnis - plus 51,2 Prozent auf 62 Millionen Euro; Ergebnis je Aktie - 0,68 Euro (Vorjahr: 0,45 Euro); Konzernumsatz - minus 1,6 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro.

Zachert will nach dem Gesundsparen wieder zurück zum Wachstum. Ende August schloss der Konzern die Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen des US-Konzerns Chemours ab. Jetzt plant der Chemiekonzern mit mittlerweile Kölner Zentrale und dem größten Produktionsstandort in Leverkusen das US-Chemieunternehmen Chemtura zu übernehmen. Damit könne Lanxess sich "als einer der führenden Anbieter für Additive" etablieren. Die Chemtura-Aktionäre und die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Mitte 2017 soll die Transaktion perfekt sein.

(LH)
 
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