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Leverkusen/Berlin
Lauterbach geht bei Minister-Poker wieder leer aus

Leverkusen/Berlin: Lauterbach geht bei Minister-Poker wieder leer aus
Karl Lauterbach (SPD) bei einer Rede im Bundestag (Archivfoto). FOTO: dpa/rm
Leverkusen/Berlin. Beim Personalkarussell für eine mögliche neue Große Koalition in Berlin wird der Leverkusener Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach voraussichtlich leer ausgehen.

Wie sich gestern abzeichnete, will die CDU weiterhin das Amt des Gesundheitsministers besetzen. Damit wäre Lauterbach, der zwischenzeitlich für diesen Posten gehandelt wurde, chancenlos. Auch die von ihm geforderte Bürgerversicherung, die eine Unterscheidung von Privat- und Kassenpatienten aufhebt, ist im Koalitionsvertrag nicht vorgesehen.

Dennoch äußerte sich Lauterbach positiv zum gefundenen Kompromiss: " Zwar konnte die Bürgerversicherung nicht erreicht werden, ein wichtiger Schritt in Richtung des Abbaus der Zwei-Klassen-Medizin aber sehr wohl", so der Abgeordnete. Eine Kommission werde die Einführung einer gemeinsamen Honorarordnung für Privat- und Kassenpatienten vorbereiten, so dass es in Zukunft für Ärzte bei der Wahl der Behandlung keinen Unterschied mehr mache, ob ein Patient privat oder gesetzlich versichert sei.

(bu)
 
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