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Leverkusen
10.000 Jahreskarten fürs Museum? So könnte es klappen!

Leverkusen: 10.000 Jahreskarten fürs Museum? So könnte es klappen!
FOTO: Stadt Leverkusen
Leverkusen. Die Leverkusener FDP hat vorgeschlagen, den Jahreskartenverkauf für das Museum Morsbroich anzukurbeln, um es zu retten. 10.000 müssten verkauft werden. Der Haken: Im vergangenen Jahr gingen nur 13 über die Theke. Wir haben uns drei witzige Szenarien ausgedacht, wie das Vorhaben gelingen kann. Von Sebastian Fuhrmann

Die Bierbörse wird hinters Schloss verlegt

Dem gediegenen Kulturfreund mit Cord-Jackett, Hornbrille und Notizblock in der Hand treibt diese Idee die Schockstarre ins Gesicht. Aber mal ehrlich: Leicht angeschickert sitzt das Geld doch lockerer. Das muss es auch, denn die FDP will, dass die Preise für Dauerkarten gesteigert werden, nämlich von 17,50 auf 25 Euro. Noch eine Idee: Wer Streit anfängt oder sich daneben benimmt, wird zum Kauf einer weiteren Dauerkarte verdonnert. Wer am nächsten Morgen aufwacht und im Floyd-Mayweather-Manier (Sie wissen schon, der Boxer mit dem Couchtisch aus Dollarbündeln) überall in der Wohnung Jahreskarten findet, sollte es mit dem Satz "Ich trink nie wieder Alkohol" vielleicht dieses Mal ernst meinen.

Temposünder zahlen

Tausende Autofahrer sind auf der A1-Brücke jedes Jahr zu schnell unterwegs. Würde man jeden von ihnen dazu verdonnern, das fällige Bußgeld in Museumskarten zu investieren, müsste das Schloss bald anbauen. Oder besser noch: Der erwirtschaftete Überschuss fließt in den Bau des A1-Tunnels. Die Stelze kommt ins Museum, das davon langfristig profitiert. Tausende Leverkusener besuchen das Museum, um ihren Enkeln zu zeigen, welches Ungetüm mal direkt um die Ecke stand. Ein Mann Kunstliebhaber versucht unbeholfen, mit einer Dame anzubandeln: "Die Finanzierung des Museums steht seitdem auf gesunden Stelzen." Autsch.  

Bayer testet hinterm Schloss

Fußballvereine lieben Charity. Ist ja klar, denn besonders entlang des Rheins ist der Imagekampf hart. Wir stellen uns das so vor: Bayer testet vor besonderer Kulisse - und zwar hinterm Schloss. Für Sponsoren wird eine Promitribüne aufgebaut, für jedes Tor der Werkself muss jeder von ihnen eine Dauerkarte kaufen. Keiner will sein Gesicht verlieren, die Leute greifen ordentlich zu. Der Geniestreich: Gegner ist eine Thekenmannschaft, die es vor dem Spiel auf der Bierbörse böse hat krachen lassen. Die Abwehr schwimmt.   

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