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Leverkusen
Leverkusen erste Adresse für Technologie

Leverkusen. Den Vizetitel ist Leverkusen längst gewohnt, beispielsweise von Bayer 04. Jetzt hat's die Stadt mal ganz oben aufs Treppechen geschafft: In der aktuellen Studie zur "Kreativen Klasse" von agiplan, einem Dienstleister, der Unternehmen und den öffentlichen Sektor berät, hat Leverkusen die Nase als Technologistandort in NRW vorn. Von Ludmilla Hauser

"Grundlage der Studie ist die These des US-amerikanischen Wissenschaftlers Richard Florida, nach dem die kreative Klasse, also etwa Ingenieure, Wissenschaftler, Künstler oder Architekten wirtschaftliches Wachstum beflügelt. Wichtigster Faktor dabei ist das technologische Innovationspotenzial und somit die Frage, wie sich Städte entwickeln", fasst Dr. Frank Obermaier, Chef der Leverkusener Wirtschaftsförderung zusammen. Analysiert worden sei in diesem Teil-Index die Gründungsintensität in technologieintensiven Branchen, Ausgaben der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt und der Anteil von Naturwissenschaftlern an der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Und gerade in dieser Kategorie, dem "Technologie-Index", sei Leverkusen gut aufgestellt. Die Stadt biete Nährboden für technologischen Fortschritt.

Da hinein spiele unter anderem, dass die Konzerne viel in die Forschung und Entwicklung investieren, "aber auch viele Ingenieur-Büros haben hier ihren Standort", sagt Obermaier. "Die Studie bestätigt, dass die Firmen am Ort zukunftsfähig sind, anders als die verlängerten Werkbänke etwa in Osteuropa, an denen nur gefertigt wird, es aber keine Impulse, keine Ideen gibt."

Bundesweit - es wurden 402 kreisfreie Städte und Kreise verglichen - kommt die Stadt in dieser Kategorie auf Rang 19. "Ein super Platz, wenn man bedenkt, dass es anderswo auch technische Hochschulen gibt", ergänzt Obermaier.

Solche Studien, sagt er, tragen dazu bei, dass auch andere Firmen an den Standort Leverkusen gelockt werden. "Die gucken natürlich auch dahin, wo es gute Saatbeete gibt. Leverkusen hat bundesweit betrachtet eine ganz geringe Quote von Schulabbrechern, der Nachwuchs ist da, es gibt MINT-Schulen (MINT=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), den Fachhochschul-Campus sowie das ZDI-Netzwerk (Zukunft durch Innovation)." Das ziehe Firmen an.

Beim "Talent-Index", der den Anteil der kreativen Klasse sowie den Anteil der Personen mit Hochschulabschluss an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrachtet, landet Leverkusen bundesweit mit Rang 29 auch recht weit vorne, in NRW hinter Bonn, Düsseldorf, Münster und Köln auf Platz fünf.

Und: Im Gesamtranking von agiplan rangiert Leverkusen auf Platz 33. "Wir haben uns im Vergleich zur letzten Studie in 2010 um vier Plätze verbessert", berichtet der WFL-Chef. Grund: eben jene "gute Bildungslandschaft in der Stadt".

Quelle: RP
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