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Leverkusen
Hooligans sollen Mann in Regionalzug attackiert haben

Leverkusen. Vor den Demonstrationen rund um den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan am vergangenen Wochenende in Köln soll eine Gruppe Dortmunder Rechtsradikaler einen Mann in einem Regionalzug angegriffen haben. Der Zugfahrer stoppte den Zug am Bahnhof Leverkusen-Mitte. Die Polizei sucht Zeugen.

Eine Frau beobachtete am vergangenen Sonntag den Vorfall in einem Regionalzug, der aus Dortmund kommend in Richtung Köln unterwegs war. Sie will gesehen haben, wie mehrere Männer, die die Frau als "Hooligans" beschrieb, einen Mann attackierten. "Einer der Männer soll dem Fahrgast einen Faustschlag versetzt haben", besätigte ein Sprecher der Bundespolizei.

Zunächst hatte die Frau dem Lokführer den Vorfall gemeldet. Gegen 13 Uhr hielt er den Zug am Bahnhof Leverkusen-Mitte, um dort auf die alarmierte Polizei zu warten. Der Zug stand 30 Minuten lang. Die rund 150 "Hooligans" stiegen in dieser Zeit nach Angaben der Polizei in eine andere Bahn in Richtung Köln, bevor die Polizei am Bahnhof Mitte eintraf. Die Polizisten, die gleichzeitig auf dem Weg von Köln nach Leverkusen waren, seien daraufhin auf Befehl der Leitstelle umgekehrt und zurück nach Köln gefahren, berichtete der Sprecher. 

Vom Geschädigten und von den mutmaßlichen Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei sucht nach Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können. "Wir werden derzeit die Videoaufnahmen aus dem Kölner Hauptbahnhof aus", sagte der Polizeisprecher. "Es kann aber auch sein, dass die Täter in Köln-Mülheim oder woanders auf der Strecke ausgestiegen sind."

 

(sef)
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