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Leverkusen
Leverkusen ist nun auch offiziell eine "Stadt des fairen Handels"

Leverkusen: Leverkusen ist nun auch offiziell eine "Stadt des fairen Handels"
Lehrerin Marlies Singendonk, Uwe Richrath, Eberhard Löschcke und Manfred Holz (Ehrenbotschafter von Transfair, v. l.) mit der Urkunde. FOTO: Segovia-Buendia
Leverkusen. In einem feierlichen Akt erhielt die Stadt gestern Nachmittag das Zertifikat, das Leverkusen nun als offizielle "Fair-Trade-Town" auszeichnet.

"Für mich ist es ein Gütesiegel, das die Qualität einer Stadt zeigt, die sich dazu entschlossen hat, ihr Konsumverhalten zu überdenken und zu sensibilisieren", sagte Oberbürgermeister Uwe Richrath auf Schloss Morsbroich. Er sei sehr froh, dass die Rahmenbedingungen für die Zertifizierung jetzt gegeben seien.

Im September 2015 hatten sich Stadtspitze und Verwaltung auf den Weg gemacht und erste Schritte eingeleitet, um sich für die Zertifizierung zu qualifizieren. Im Rathaus gab es seitdem nur noch fair gehandelten Kaffee, Tee und Schokoriegel. Zudem wurde eine feste Steuerungsgruppe installiert, in denen neben Oberbürgermeister Uwe Richrath auch Dr. Eberhard Löschcke (Arbeitskreis "Eine Welt Leverkusen"), Norbert Hölzer (Initiative "Eine Welt" und Katholikenrat), Bruno Franken (Marienschule), Dr. Frank Obermaier (Wirtschaftsförderung Leverkusen) und Ursula Siewert (Stadt) den Weg ebnen sollten.

Für die Zertifizierung müssen mindestens 27 Einzelhandelsgeschäfte und 14 Gastronomiebetriebe einer Stadt mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Darüber hinaus müssen sich öffentliche Einrichtungen, das Rathaus, Schulen, Kirchen und Vereine beteiligen. Das ist gelungen: Insgesamt 58 Einzelhandelsgeschäfte, 17 Gastronomiebetriebe, drei Schulen Marienschule, Gesamtschule Schlebusch und Lise-Meitner-Gymnasium), zwei Kirchengemeinden und drei Vereine beteiligen sich am Projekt, bieten faire Produkte an und organisieren regelmäßige Aktivitäten zum Thema. "Für mich ist die Zertifizierung ein gesellschaftspolitisches Projekt, um Weltstrukturen zu verändern und Fluchtursachen zu bekämpfen", sagte Richrath. Das Siegel gilt zunächst für zwei Jahre und wird dann überprüft.

(seg)
 
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