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Leverkusen
Lkw-Sperren an A1-Brücke sollen in fünf Wochen stehen

Das ist die A1-Brücke bei Leverkusen
Das ist die A1-Brücke bei Leverkusen FOTO: US
Leverkusen. Die Leverkusener A1-Rheinbrücke bekommt eine Sperranlage für Lkw. Die Fahrzeuge sollen vor der Brücke gewogen werden, die zulässige Geschwindigkeit wird dort auf 40 km/h reduziert. Stehen soll die Anlage in fünf Wochen.

Nur wenn die Lkw leicht genug sind, dürfen sie weiterfahren. Die neue Anlage soll verhindern, dass die Brücke dauerhaft gesperrt werden muss. Unsere Redaktion hatte bereits in der vergangenen Woche über die Pläne für die Brücke berichtet.

"Die Brücke ist todkrank. Die Sperranlage ist wie ein Sauerstoffzelt, das hoffentlich wie eine lebenserhaltende Maßnahme auf die Brücke wirkt", sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. 

Mit dem Bau der Anlage soll schon in den nächsten Tagen begonnen werden. Die Arbeiten sollen nachts und an den Wochenenden stattfinden. "In fünf Wochen dürfte die Anlage stehen. Die Aufbauarbeiten verursachen einen massiven Eingriff in den Verkehr. Für eine Spur wird immer gesorgt sein", sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin des Landesbetriebs Straßen.NRW.

Schweißarbeiter sind an der Brücke seit Jahren im Dauereinsatz. An der Brücke, die durch einen Neubau ersetzt werden soll, entstehen immer wieder neue, teils gravierdene Schäden. Am vergangenen Wochenende war die Rheinquerung für den Verkehr gesperrt worden, damit Experten gravierende Schäden an dem Bauwerk beheben konnten.

So soll die Sperranlage aussehen

Im Autobahnkreuz Leverkusen bleiben nach Angaben des Verkehrsministeriums alle bisher möglichen Verkehrsbeziehungen erhalten. Diese Details gab das Ministerium außerdem bekannt: Die Rheinbrücke kann weiterhin auf drei verengten Fahrstreifen je Richtung befahren werden. Die direkten Zufahrten rechtsrheinisch von der Autobahn 59 im Kreuz Leverkusen-West und linksrheinisch im Bereich der Anschlussstelle Niehl werden wie bisher als eine von drei Fahrstreifen über die Rheinbrücke geführt.

Auf der Autobahn 1 werden jeweils vor der letzten Ausfahrt baulich mit Trennwänden eingeengte Schleusen auf einer Länge von etwa 200 Metern errichtet. Die zulässige Geschwindigkeit wird dort auf 40 km/h reduziert. Die Fahrstreifen zwischen den Trennwänden sind 2,20 Meter breit. Angekündigt wird die Engstelle mit Schildern. Auf Höhe der Kontrollstelle bleibt der rechte Fahrstreifen in Regelbreite (3,75 Meter) erhalten. Auf diesem Fahrstreifen kann das zu schwere Fahrzeug die Autobahn verlassen.

In den Kontrollstellen regeln Signalanlagen den Geradeausverkehr. Die fahrstreifenbezogenen Schranken verhindern, dass zu schwere Fahrzeuge auf die Brücke gelangen. Im Bereich der ersten Signalanlage werden das Gewicht und die Abmessungen aller Fahrzeuge erfasst. Ist ein zu schweres Fahrzeug erkannt, springt die Signalanlage auf Rot und hält den nachfolgenden Verkehr auf. Zeitversetzt wird die Schrankenanlage geschlossen. Das erkannte Fahrzeug wird aufgehalten und abgeleitet. Die Anlage agiert vollautomatisch, wird jedoch von Verwaltungshelfern, die in Sichtweite in einem nahegelegenen Container sitzen, ständig überwacht.

(sef/csh)
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