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Serie Berufsstart In Leverkusen
Laborassistentin ist mehr als nur Knöpfchen drücken

Leverkusen: Mara Mühlhaus lernt den Beruf der MTLA im Labor
Mara Mühlhaus ist begeistert von der Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin (MTA). Ihr stehen später viele Möglichkeiten offen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die 21-jährige  Mara Mühlhaus macht seit September eine MTA-Ausbildung bei Synlab. Dabei lernt sie unter anderem, Blutgruppen zu bestimmen oder Bakterien wie multiresistente Keime zu erforschen. Von Jana Eggemann

"Gib mir mal fünf Null negativ". Den Satz hört man oft in diversen Arztserien. "Als medizinisch-technischer Assistent (MTA) weiß man, dass dieser Satz totaler Quatsch ist", sagt Denise Dresen, leitende medizinisch-technische Laborassistentin (MTLA) der Serologie und Ausbildungsbeauftragte von Synlab. Die Blutgruppe Null sei für solche Mengen viel zu selten. Das weiß auch schon Mara Mühlhaus. 

Insgesamt dauert es drei Jahre, um MTA zu werden. Drei Jahre, in denen sie regelmäßig zur Berufsschule im Rheinischen Bildungszentrum in Köln muss - verkürzen ist nicht möglich. "Das könnte ich mir aber auch gar nicht leisten, ich muss schon viel auswendig lernen", sagt Mühlhaus. Das sei fast wie ein kleines Medizinstudium.

Viel Freizeit bleibt da nicht, gibt die junge Frau lachend zu. Eigentlich würde die Ausbildung 14.000 Euro kosten. "Damals bin ich gerade mit meinem Freund zusammengezogen, das hätte ich mir nicht leisten können", erinnert sich die 21-Jährige. Muss sie auch nicht - Synlab übernimmt die Kosten seiner Azubis.

Wenn sie mit der Ausbildung fertig ist, eröffne sich für Mara Mühlhaus ein vielseitiges Feld, wie Nadine Mozzini, leitende MTLA der Immunhämatologie, betont. Es gebe etwa die Serologie, in der man Antigene und -körper bestimmt, die klinische Chemie oder die Toxikologie. Als Mozzini ihre Ausbildung vor 20 Jahren abschloss, nahm man noch an, dass der Beruf wegen der neuen Technologie aussterben würde.

"Da wurde kopfschüttelnd gefragt, ob ich nicht etwas Vernünftiges hätte lernen können", erinnert sie sich schmunzelnd. Heutzutage habe man hingegen sehr gute Zukunftsaussichten. "MTAs werden händeringend gesucht", sagt Denise Dresen. Man habe wohl festgestellt, dass Maschinen doch nicht alles allein können. Als MTA "drückt man nicht nur Knöpfchen", sondern habe auch wichtige Beraterfunktionen. Bei einem HIV-Test müsse man wissen, dass bestimmte Medikamente das Blut und so den Test verfälschen könnten. "Und von der Bestimmung der Blutgruppe, kann ein Leben abhängen", fügt die Ausbildungsbeauftragte hinzu.

Zu der Ausbildung bei Synlab gehören ein sechsmonatiges und mehrere kleinere Praktika. Aktuell ist Mara Mühlhaus in der Krankenpflege - und merkt, dass sie die richtige Entscheidung mit der MTA-Ausbildung getroffen hat. "Ich bewundere Pfleger, aber diese psychische und körperliche Belastung ist absolut nichts für mich", sagt die Solingerin.

Sie weiß auch schon, in welchen Bereich sie gehen will: die Serologie - und Mühlhaus hat quasi schon einen Platz im Labor von Synlab in Leverkusen sicher. Da sehe man dann auch schon mal verrückte Sachen, erzählt Dresen. "Manche Antibabypillen färben das Blut grün". Das sei zwar harmlos, aber beim ersten Mal sehr verwirrend.

Eine Ausbildung zum MTA ist ab 16 Jahren mit Realschulabschluss möglich. Für die nächste Ausbildungsrunde von Synlab im Herbst 2018 sind noch Plätze frei. Weitere Informationen unter www.mtawerden.de oder unter www.karriere-synlab.de. Bewerbungen per E-Mail an Ausbildung.Leverkusen@synlab.com.

Quelle: RP
 
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