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Leverkusen
"Leverkusen on Ice" hat Probleme

Leverkusen: "Leverkusen on Ice" hat Probleme
Das Eisstockschießen ist bei vielen Nutzern der Eisbahn der eigentliche Renner der Veranstaltung. Chef Heimo Förster zeigte dies bei seiner vergangenen Saison-Bilanz. FOTO: Matzerath (Archiv)/US
Leverkusen. Der Veranstalter des Opladener Eisfestivals, Heimo Förster, hat seit Wochen die Buchung der Eisstockbahn für die neue Saison gesperrt - "aus technischen Gründen", wie der Unternehmer gegenüber unserer Redaktion versichert. Von Peter Clement

Die Facebook-Besucherin auf der Internet-Plattform des Leverkusener Eisfestivals wirkt irritiert: "Habe eine kurze Frage", schreibt die Siegburgerin: "Wollte heute zwei Eisstockbahnen anmieten und kann das leider auf eurer Homepage nicht! Habt ihr ein technisches Problem mit der Seite oder wird es keine Eisstockbahnen geben?"

Der Eintrag der jungen Frau datiert vom 20. Juni, die "Bitte um kurze Info" ist offensichtlich bis heute unbeantwortet, denn auf der Seite findet sich nur ein allgemeiner Hinweis des Veranstalters: "Wenn ihr auf die Bahnen schaut, seht ihr, dass es sich langsam füllt. Bucht euren Wunschtermin, so lange der Vorrat reicht. Erfahrungsgemäß werden viele Bahnen im Herbst angefragt, allerdings sind dann die Wunschtermine oftmals schon belegt", heißt es weiter.

Wer aber tatsächlich buchen will, wird zwar auf die Reservierungsplattform im Internet geleitet, nur um dann allerdings festzustellen, dass ihm keine einzige Möglichkeit für eine Bahn-Mietung angeboten wird.

Seit der vergangenen Saison führt die "HF Gastro & Event GmbH" des Leverkusener Gastronomen Heimo Förster die Geschäfte bei "Leverkusen on Ice". Förster bestätigte jetzt auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Buchung der Eisstockbahnen - immerhin einer der Höhepunkte des Eisspektakels, das in den vergangenen Jahren bis zu 300.000 Besucher zählte - bereits seit Wochen brachliegt. Grund dafür seien technische Schwierigkeiten: "Ich bin dabei, eine neue Internetseite aufzubauen", führt Heimo Förster als Ursache der Probleme an. Die alte Computersprache des bisherigen Programms ließe sich auf der neuen Homepage einfach nicht darstellen. Die Schwierigkeiten seien größer als angenommen.

Ausdrücklich dementierte Förster Andeutungen aus verschiedenen Kreisen, die Probleme des Festivals seien weniger technischer als vielmehr finanzieller Natur: "Ich versichere Ihnen - da ist nichts dran." , sagt der Mann, der in Leverkusen außerdem die Gastronomie in den Remisen von Schloss Morsbroich betreibt.

Als er 2015 "Leverkusen on Ice" von Erfolgs-Veranstalter Werner Nolden (Kölner Lichter, Bierbörsen, Fest im Wuppermann-Park) übernahm, verkündete er bei der offiziellen Eröffnung auf dem Eis: "Ich lebe meinen Traum." Statt der Aber-Millionen LED-Lämpchen, von denen sein Vorgänger die Schusterinsel illuminieren ließ, setzte Förster auf eine Almhütte: "Sie ist jetzt der Blickfang und der Mittelpunkt", sagte er in einer Pressekonferenz am 9. November 2015 und verriet nebenbei, dass er die Hütte aus Tirol (genau wie die Küchen-Container) nicht etwa gemietet, sondern gekauft habe.

Sein finanzielles Risiko bezeichnete er damals wörtlich als "groß". Trotz einer wettermäßig schwierigen Eissaison gab sich Förster für die Jubiläumsausgabe (10 Jahre), die in diesem Jahr ansteht, optimistisch. Den Weg zum Eisareal wolle er wieder festlicher, weihnachtlicher ausleuchten und die Zahl der Eisstockbahnen sogar noch von zehn auf zwölf erweitern.

Bleibt die Frage, wann man die Bahnen wieder buchen kann: "Seine" IT- Leute" arbeiteten an der Lösung der Computerprobleme, versichert Förster, "und ich hoffe sehr, dass ihnen das möglichst schnell gelingt".

Quelle: RP
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