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Leverkusen
Mann überfällt Rewe - Polizisten geben Warnschuss ab

Fotos: Schüsse fallen: Mann überfällt Supermarkt in Opladen
Fotos: Schüsse fallen: Mann überfällt Supermarkt in Opladen FOTO: Stefan Gunetsreiner
Leverkusen. Dramatische Szenen am Freitagabend an der Kölner Straße: Ein Mann überfiel den Rewe-Markt mit einem Messer. Danach versuchte er zu flüchten, wurde aber von Polizisten aufgehalten. Daraufhin bedrohte der Mann sie mit einem Messer. Unbekannte griffen sich im Gerangel einen Teil seiner Beute.

Gegen 20.30 Uhr hatte der Mann das Geschäft betreten und sich an eine 20-jährige Kassiererin gewandt, teilt die Polizei mit. Während er drohend ein Messer unmittelbar auf ihren Hals richtete, forderte er die Herausgabe der Tageseinnahmen. Seine Beute verstaute der 54-Jährige in einer Plastiktüte und flüchtete aus dem Ladenlokal in die Fußgängerzone. Mehrere Zeugen versuchten daraufhin, ihn an seiner weiteren Flucht zu hindern. Dabei kam es zu einem Gerangel, die Tüte zerriss und der Inhalt fiel heraus. Zwei bislang unbekannte junge Männer griffen sich einen Teil der Beute und flüchteten.

Drohend richtete der Tatverdächtige sein Messer dann auf kurze Distanz auch auf herbeigeeilte Polizisten und weitere Passanten. Mehrfach laut und deutlich vorgebrachte Aufforderungen, das Messer abzulegen, ignorierte der Verdächtige. Die Polizisten versuchten daraufhin, den Verdächtigen mit Pfefferspray dazu zu bringen, das Messer loszulassen. Stattdessen ging der Mann einige Male langsam mit erhobenem Messer mehrere Schritte auf die Beamten zu. Nachdem die Polizisten mehrfach angekündigt hatten, von einer Waffe Gebrauch zu machen, gab eine Polizistin einen Warnschuss steil in die Luft ab. Hierdurch wurde niemand verletzt.

Dann drückte sich der 54-Jährige zeitweise die Messerspitze unter sein Kinn. Erneut eingesetztes Pfefferspray veranlasste den Tatverdächtigen dann, die Augen zu schließen und das erhobene Messer abzusenken. Ein Beamter schlug ihm seine Waffe aus der Hand. Der Angreifer wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt. Hiergegen leistete er heftigen Widerstand.

Der 54-Jährige, der keinen festen Wohnsitz vorweisen kann, wurde vorläufig festgenommen. Im Krankenhaus wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Anschließend wurde der Mann zwangseingewiesen.