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Leverkusen
"OP FC 1" ist erstes OP-Kennzeichen

Das OP-Kennzeichen ist wieder da
Leverkusen. Das erste Auto mit dem neuen Opladen-Kennzeichen hat am Montagmorgen das Straßenverkehrsamt verlassen. Nicht schwer zu erkennen: Die Fahrerin ist bekennender Fußballfan.  Von Ulrich Schütz

Nicole Kumpfert hat ein Stück Opladener Geschichte geschrieben. Gut 40 Jahre nach der Fusion von Alt-Leverkusen mit der Kreisstadt Opladen. Die Ratsherrin der Linken hielt als erste Leverkusenerin eines der neuen OP-Kennzeichen in den Händen.

Das rote Kumfert-Auto trägt jetzt die Schildkombination "OP FC 1". "Ich bin seit 20 Jahren FC-Fan, habe seither eine Dauerkarte für die Südkurve – und ich bin Opladen-Fan", erzählte sie heute früh. Da schaute Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, der Kumfert zum Kennzeichen gratulierte, doch etwas kritisch drein. Opladen Plus-Ratsherr Markus Pott, der die Wiedereinführung mit Beharrlichkeit durchgesetzt hat, sagte den für ihn entscheidenden Satz zur ganzen OP-Kennzeichen-Debatte: "Für mich ist heute das Hochamt."

Die ersten OP-Kennzeichen in Leverkusen sind da FOTO: Ulrich Schütz

Kurz nach sieben Uhr, damit fast eine Stunde vor der offiziellen Öffnung des Straßenverkehrsamtes Leverkusen, standen die ersten OP-Schilderfans vor der Eingangstür. Knapp 50 Autohalter drängelten sich um Punkt acht Uhr in den Anmeldebereich, deutlich mehr als sonst an einem Montag. 1379 OP-Kennzeichen waren für heute vorbestellt, berichtete Friedhelm Laufs, Leiter des städtischen Fachbereichs Straßenverkehr.

Trotz des kleinen Ansturms hielt sich die Wartezeit für die Ummeldung von "Lev" auf "OP" in Grenzen: Knapp eine Stunde (einschließlich neues Schild fertigen lassen), dann hielten auch die letzten der ersten Anmeldegruppe triumphierend ihr Schild in den Händen. Die Kosten für die OP-Liebe: 40,90 Euro Stadtgebühren und 28 Euro für zwei Auto-Kennzeichen.

OP-Kennzeichen: Das sagen die Bürger FOTO: Miserius, Uwe

Die historische Wiedereinführung des OP-Kennzeichens faszinierte auch die Kölner Medien: WDR- und Köln TV-Teams hielten das Ganze auf Video fest. Auch die Geschichte von Klaus Kirschey, der als Student mit einem VW-Bus durch die Wüsten von Tunesien fuhr – natürlich auch damals mit OP-Kennzeichen: "obwohl ich geborener Wiesdorfer bin – aber ich wohne seit 1957 in Opladen." Seit heute morgen trägt sein Auto "OP KK 315", für Klaus Kirschey, geboren 31. Mai.

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