| 15.06 Uhr

31-Jähriger in Leverkusen schwer verletzt
Schütze ist Bruder des Opfers

Mann schießt auf Bruder in Leverkusen
Mann schießt auf Bruder in Leverkusen FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Am Sonntag hat in Leverkusen ein 22-Jähriger einen 31-Jährigen angeschossen und schwer verletzt. Bei Schütze und Opfer handelt es sich um Brüder. Eine Mordkommission ermittelt. Von Ludmilla Hauser

Nach Polizeiangaben ist der 22-jährige Schütze "psychisch auffällig". Er solle nun medizinisch untersucht werden, sagte ein Kölner Polizeisprecher am Montag. Dem Mann wird vorgeworfen, seinem Bruder am Sonntagmorgen in Bein und Po geschossen zu haben und ihn dabei zunächst lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Polizei hatte den Schützen kurz nach der Tat festgenommen. Nach Informationen unserer Redaktion stammen die zwei Brüder aus Nordafrika.

Gegen 9.40 Uhr gingen am Sonntag bei der Polizei und bei der Feuerwehr parallel mehrere Notrufe von Anwohnern ein, die von den Schüssen an der Straße Am Quettinger Feld berichteten. Pikant: Eine halbe Stunde zuvor waren die Läufer auf der Leverkusener Halbmarathon-Strecke noch dort in Richtung Alkenrath und BayArena entlang gelaufen. Die Erleichterung, dass die Teilnehmer der Veranstaltung nicht ins Schussfeld des Täters geraten waren, war den Veranstaltern später, als der Vorfall die Runde machte, mehr als deutlich anzumerken.

Der 31-jährige Verletze, den die Einsatzkräfte am Tatort fanden, wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. "Bei der Einlieferung des Patienten konnten die Ärzte zunächst Lebensgefahr nicht ausschließen", teilte Polizeisprecher Thomas Held am Vormittag mit. Später hieß es von der Polizei, der Gesundheitszustand des schwer verletzten Mannes sei in dem Moment als stabil zu bezeichnen.

Die eingesetzten Beamten nahmen in Quettingen den 22-Jährigen fest und brachten ihn ins Polizeipräsidium Köln. Der Bereich der Straße, in dem sich die gefährliche Szene abspielte, wurde von den Polizisten abgeriegelt. Mitarbeiter der Kripo untersuchten zunächst den Tatort - und stießen ganz in der Nähe auf eine Schusswaffe, die sie sicherstellten. "Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, müssen wir abschließend noch untersuchen", hieß es von der Polizei zunächst vorsichtig. Im Laufe des Tages sollten auch die Experten von der Spurensicherung am Tatort in der Wohnstraße in Quettingen eintreffen, um das Areal gründlicher zu untersuchen.

Offenbar noch völlig offen sind die Hintergründe zur Tat. Die Polizei machte keine Angaben, ob es zuvor unter den Männern Streit gegeben haben könnte oder ob ein anderer Grund der Auslöser für die Schussabgabe war. Die Köln-Leverkusener Polizei hat zu dem Fall umgehend eine Mordkommission eingerichtet, die weiteren Ermittlungen übernimmt.

Mit Material von lnw.

(RP/lsa)
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