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Leverkusen
Schon 1200 OP-Kennzeichen reserviert

Leverkusen: Schon 1200 OP-Kennzeichen reserviert
Markus Pott zeigt seine Reservierungsunterlagen. Er tippte gestern mit Freunden bis 2.30 Uhr Vorbestellungen ein. FOTO: Miserius
Leverkusen. Mittwoch, Null Uhr, brach für 30 Minuten der Stadt-Server zusammen. Grund: Die OP-Kennzeichenfans hatten losgelegt. Von Ulrich Schütz

Das Warten auf das heiß geliebte und teils vehement abgelehnte Autokennzeichen mit dem "OP" am Anfang hatte Mittwochnacht ein Ende. Die Stadt hatte den Reservierungsbereich freigeschaltet. Die OP-Fans überfluteten ab Null Uhr allerdings dermaßen den Stadt-Computer mit Vorbestellungen, dass die Technik der IVL streikte und kryptisch mit dem Hinweis "unter dieser IP-Adresse keine Reservierung möglich" den Kontakt verweigerte. Satte 30 Minuten hingen viele OP-Schilder-Anhänger in der Warteschleife, dann lief es langsam. Bis gestern 17 Uhr wurden 1212 OP-Kennzeichen-Kombinationen reserviert, meldete eine Stadtsprecherin auf Anfrage unserer Redaktion.

Leicht übernächtigt, aber ausgesprochen glücklich formulierte gestern Markus Pott seine Freude. Er und seine Mitstreiter, zu denen bis vor kurzem noch der glühende Opladen-Vertreter Manni Gruse gehörte, hatten jahrelang für die Wiedereinführung des OP-Kennzeichens gekämpft. Zunächst auf aussichtslosem Posten. Vertreter von CDU und Grünen und auch die SPD-Politiker warfen Pott und seinem Opladen Plus-Verein "Separatistentum" vor, das Festhalten an längst vergangenen Zeiten, wo doch der Zusammenschluss der ehemaligen Kreisstadt Opladen mit Alt-Leverkusen inzwischen mehr als 40 Jahre her sei. Auch unsere Veröffentlichungen in den letzten Tagen zu den Reservierungszeiten und zum Ausgabetermin der Schilder (ab Montag, 3. August) lösten zumindest bei unserem Internetauftritt "rp online" und bei Facebook sehr kontroverse Diskussionen aus. "Ich liebe Opladen, endlich kommt das "OP-Nummernschild" bis "Was soll der Quatsch, das kostet nur unnötig Geld" war alles dabei, auch einiges deutlich unter der Gürtellinie. Bemerkenswert: Mit dem Thema "OP-Kennzeichen" hat Opladen Plus bei der Kommunalwahl 2014 viele Stimmen geholt.

FOTO: Uwe Miserius

Das Finanzielle dürfte sich bald erledigt haben. Wenn nur 1000 OP-Kennzeichen aus der Reservierungsliste tatsächlich abgeholt werden, bedeutet dies einen städtischen Umsatz von rund 41 000 Euro, allein an Reservierungsgebühr fallen 12 500 Euro an. Dazu kommen die üblichen Anmeldegebühren von 28,10 plus der Umsatz für die Schildermacher. Wegen dieser Zahlen kann speziell Markus Pott ruhig schlafen. "Ich hatte angekündigt, von allen politischen Ämtern zurückzutreten, wenn die Stadt die Kosten für die Einführung des OP-Kennzeichens innerhalb eines Jahres nicht einspielt." Pott hat sich übrigens die Kombination "OP P 77" vorbestellt. Leverkusen könnte jetzt zum Brennpunkt für Opel-Fans werden. Denn, Sie merken es, unsere Stadt kann als einzige den Markennamen auf dem Kennzeichen erlauben - eben "OP EL".

Opladen Plus wird am Montag ab acht Uhr vor dem Straßenverkehrsamt warten und die ersten OP-Kennzeichen-Abholer feiern. Samstag, 8. August, 16 Uhr, macht Opladen Plus auf dem Marktplatz auf den Erfolg ein Fass auf. Der Kampf um die Wiedereinführung des Kennzeichens dauerte vier Jahre.

OP-Kennzeichen: Das sagen die Bürger FOTO: Miserius, Uwe
Quelle: RP
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