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Köln/Leverkusen
Leverkusen setzt große Hoffnung in neuen Polizeichef

Köln/Leverkusen: Leverkusen setzt große Hoffnung in neuen Polizeichef
Jürgen Mathies FOTO: dpa
Köln/Leverkusen. Einer seiner ersten Termine wird den neuen Kölner Polizeipräsidenten Jürgen Mathies am kommenden Montag mit Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) zusammenführen. Von Peter Korn

Und der Stadtchef weiß auch schon genau, mit welchen Themen er den obersten Ordnungshüter konfrontieren wird: "Ich möchte vor allem mehr Präsenz von Polizisten auf der Straße", erklärte Richrath am Dienstag auf Anfrage.

Da scheint der Politiker beimgestern vorgestellten, neuen Polizeichef offene Türen einzurennen, wie aus Äußerungen während der Präsentation zu entnehmen ist: Mathies will das Gefühl der Verunsicherung in der Bevölkerung beenden. Aktuell kündigte er an, dass die Polizei an Karneval in zwei Wochen mit mehreren Hundert Polizisten von außerhalb verstärkt werde. Zusätzlich wolle er vor allem Brennpunkte wie die Kölner Ringe intensiv per Video überwachen.

Der Karneval wird die erste große Bewährungsprobe für den neuen Polizeichef - aber auch eine, die den Leverkusener Oberbürgermeister bewegt: " Ich möchte nicht, dass die verstärkte Präsenz in Köln zu Lasten unserer Stadt geht", betonte Richrath. Das werde er Mathies beim ersten Treffen auch so sagen.

Der 55-Jährige neue Polizeichef bringt eine Qualifikation mit, die jetzt besonders gefragt ist: Von 2001 bis 2006 leitete er eine bundesweite Projektgruppe für das Sicherheitskonzept der Fußball-WM. "Er ist ein Mann der Praxis, das gefällt mir", sagt Uwe Richrath.

Nicht nur ihm: Auch Rüdiger Thust, Kölner Bezirksvorsitzender der Polizeigewerkschaft BDK (Bund Deutscher Kriminalbeamter), verteilte gestern jede Menge Vorschusslorbeeren für den Neuen an der Spitze.

"Er kennt die Sorgen und Nöte, aber auch die Stärken der Polizei von innen heraus, einfach dadurch, dass er so viele Jahre praktische Erfahrung aufzuweisen hat", sagte Thust. Das sei ein Riesenvorteil, der garantiert auch Leverkusen zugute komme.

Bisher seien seit Jahrzehnten ausschließlich Juristen, Parteimitglieder und/oder die Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auserkoren worden, die größten NRW-Polizeibehörden zu leiten. Mathis' Berufung sei ein Paradigmenwechsel, betonte Thust.

Quelle: RP
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