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Leverkusen
Stahlträger soll Morus-Kirche retten

St.-Thomas-Morus: Dach droht einzustürzen
St.-Thomas-Morus: Dach droht einzustürzen FOTO: Hoffmann
Leverkusen. Das einsturzgefährdete Dach soll mit einem Träger fixiert werden. Das Erzbistum Köln möchte die Kirche sanieren. Von Sebastian Fuhrmann

Ein massiver und mehrere Meter langer Stahlträger soll das marode Dach der St.-Thomas-Morus-Kirche in Schlebusch vor dem Einsturz bewahren. Der Träger soll auf den Rand der kreisförmigen Dachkonstruktion der Kirche aufgesetzt werden, damit und das nach unten ragende Flachdach daran befestigt werden kann. Dachdecker sollen danach eine provisorische Abdeckung über dem Träger errichten, der verhindert, dass noch mehr Regenwasser auf das einsturzgefährdete Dach gelangt. Das sagte eine Sprecherin der Stadt Leverkusen unserer Redaktion.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass das Dach des in den 1960er Jahren erbauten Gotteshauses defekt ist. Ein Mitarbeiter der Pfarre hatte am Morgen eine Wasserpfütze im Altarraum gefunden. Wie sich im Laufe des Tages herausstellte, hatte sich das Kirchendach um 30 Zentimeter abgesenkt. Die Stadt verhängte wegen akuter Einsturzgefahr ein Betretungsverbot. Offenbar entstand der Schaden am Gebäude durch Regenwasser, das nicht richtig ablaufen konnte und so die Konstruktion belastete.

Um das Dach zu stabilisieren, haben Experten in der Nacht zu Mittwoch Löcher in die Kirchendecke gebohrt. Derzeit läuft das Wasser in den Altarraum. Dachdecker sollen in den kommenden Tagen dafür sorgen, dass das Regenwasser kontrolliert abläuft.

Am Mittwochmorgen begutachteten Fachleute verschiedener Organisationen die Kirche erneut. Vor Ort waren nach Angaben der Stadtverwaltung Statiker, Dachdecker, Denkmalpfleger des Landschaftsverbandes Rheinland und Vertreter des Erzbistums Köln, zu dem die Gemeinde der Pfarre St.-Morus gehört. "Wir gehen davon aus, dass die Kirche erhalten wird", sagte ein Sprecher des Erzbistums. "Derzeit werden alle Maßnahmen eingeleitet, um die Kirche zu retten", erklärte er.

Unklar ist indes noch, wie hoch der Schaden ist. Die Summe könne erst ermittelt werden, wenn das Dach gesichert sei, sagte eine Sprecherin der Stadt. "Darauf liegt jetzt erst einmal die Priorität. Wenn das Dach fixiert ist, wird man sehen, was und wie saniert werden kann." Nachdem der Stahlträger über dem Dach angebracht worden ist, werden Fachleute Teile des Daches abtragen, um das Ausmaß der Schäden noch einmal bewerten zu können. "Bis es soweit ist, wird es aber noch ein paar Tage dauern", sagte die Sprecherin. Die Kosten für die Sanierung müssten von einem Gremium des Erzbistums abgezeichnet werden.

Nach Angaben des Erzbistums zählt die St.-Morus-Kirchengemeinde derzeit knapp 1700 Mitglieder. Die Zahl sei in den zurückliegenden Jahren wie auch in vielen anderen Gemeinden in Deutschland deutlich gesunken.

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