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Überfall in Leverkusen
Unbekannte greifen AfD-Mitglied in dessen Wohnung an

Leverkusen. Ein Mitglied der Leverkusener AfD ist nach Angaben der Partei in der Nacht zum Sonntag von mehreren vermummten Personen in seiner Wohnung in der Nähe der BayArena überfallen und mit einem Messer bedroht worden. Die Täter sollen antifaschistische Parolen gerufen haben. Von Bernd Bussang

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen, weil die Tat möglicherweise einen politischen Hintergrund habe, berichtet ein Polizeisprecher.

Der Kreisverbands-Sprecher der Leverkusener AfD, Yannick Noé, schildert den Überfall wie folgt: Gegen 2 Uhr nachts sei die Tür von Dennis B. von außen geöffnet worden. Die Täter hätten die Tür samt Türrahmen aus der Wand gebrochen. Dennis B. sei zu diesem Zeitpunkt noch wach gewesen und habe den Lärm an seiner Tür bemerkt, berichtet Noé weiter.

Als B. den Wohnungsflur betreten habe, seien ihm zwei große Steine auf Kopfhöhe entgegengeworfen worden. Die Täter hätten antifaschistische Parolen gebrüllt, dann habe einer ein Messer gezogen und Dennis B. bedroht. Daraufhin habe sich der 25-Jährige mit einem Messer aus der Küche bewaffnet und sich gegen die Eindringlinge verteidigt, so Noé. Dabei sei ein Einbrecher schwer verletzt worden, der andere leicht. Die Täter seien durch das Treppenhaus geflohen.

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B. selbst sei leicht verletzt worden. Bei den Tätern habe es sich um mindestens drei Personen gehandelt, heißt es in der Darstellung der AfD. Diese Schilderung sei so zu Protokoll genommen worden, bestätigt der Polizeisprecher.