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Leverkusen
Wiesdorfer hortet explosive Chemikalien

Leverkusen: Wiesdorfer hortet explosive Chemiekalien
An der Clemens-Winkler-Straße in Leverkusen-Wiesdorf fand die Polizei die Chemikalien. FOTO: Heinz-Friedrich Hoffmann
Leverkusen. Bei den am Dienstagmorgen in Wiesendorf aufgefundenen Chemikalien handelt es sich um teils sehr gefährliche Stoffe. 40 Gramm davon sind laut Polizei sogar besonders brisant.

Mit einem Chemiker der Werksfeuerwehr Chempark und Spezialisten der Tatortgruppe Sprengstoff/Brand untersuchte die Polizei am Nachmittag die anderthalb Kilo Chemikalien. Dabei stellte sie fest, dass es sich um entzündliches und teils hochexplosives Material handele. Zur genaueren Zusammensetzung der Substanzen machte die Polizei keine Angaben. Es wurde nach der Untersuchung unschädlich gemacht.

Außerdem hatte die Polizei bei der Wohnungsdurchsuchung auch etwa ein Kilo kristallines Material gefunden, bei dem es sich offenbar um Drogen handelt.

Nachbar rief die Polizei

Durchsucht hatten die Beamten die Wohnung nach dem Notruf eines Nachbar des Bewohners. Dieser hatte gegen 5.30 Uhr am Dienstagmorgen wegen verdächtiger Geräusche und lauter Hilferufe die Polizei alarmiert.

Die Beamten rückten an und klingelten an der Tür. Ein 44-Jährige öffnete und erklärte, er habe schlecht geträumt und im Traum um Hilfe gerufen. Um auszuschließen, dass sich in dem Haus eine Person in Notlage befand, durchsuchte die Polizei die Wohung. Dabei fanden die Beamten die Chemikalien.

Besitzer bereits polizeibekannt

Der 44-jährige ist der Polizei bereits bekannt, weil er in der Vergangenheit gegen das Sprengstoffgesetz verstieß. Wieso der Mann die Chemikalien hortete, ist bislang unklar. Nach Angaben der Polizei besteht der Verdacht, dass der Mann aus seiner Wohnung heraus mit den Stoffen handelte. Gegen den Wiesdorfer ermittelt die Polizei nun erneut wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

(sef/LH)
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