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Leverkusen/Waren
Leverkusener Anwalt streitet weiter für Erbin des Dübelkönigs Fischer

Leverkusen/Waren: Leverkusener Anwalt streitet weiter für Erbin des Dübelkönigs Fischer
Margot Fischer-Weber, die Tochter des Dübelkönigs. FOTO: privat
Leverkusen/Waren. Der Streit um das Familienerbe des Dübelerfinders Artur Fischer geht weiter: Die von dem Leverkusener Fachanwalt für Wirtschaftsrecht, Guido Lenné, vertretene Tochter Margot Fischer-Weber wollte, wie berichtet, den mit ihrem Vater geschlossenen Erbverzichtsvertrag annullieren lassen.

Die heute 67-Jährige ist von Geburt an fast taub und fühlt sich von der Erfolgsgeschichte ihrer Familie ausgeschlossen. Artur Fischer zählt zu den 500 reichsten Männern Deutschlands, ihr Bruder Klaus führt den Konzern. Das Familienvermögen wird auf 350 Millionen Euro geschätzt.

Margot Fischer-Weber geht es laut Rechtsanwalt Lenné nach wie vor darum, den Erbverzichtsvertrag annullieren zu lassen. Neben einer einmaligen Abfindung von 1,25 Millionen Euro die Vater Fischer stattdessen vorgeschlagen hatte, sollte die Tochter eine Rente erhalten. Eine Rente will sie aber nicht: Sie wolle nicht jeden Monat an den Familienstreit erinnert werden und auch gegebenenfalls nicht ihrer Rente hinterherlaufen müssen, erläutert Lenné. Seine Mandantin hoffe auf eine höhere einmalige Abfindung.

Der Leverkusener Fachanwalt Guido Lenné. FOTO: Uwe Miserius

Die Frist für eine außergerichtliche gütliche Einigung war am Freitag abgelaufen. Lenné sagt: "Der öffentliche Prozess soll nun zunächst fortgeführt werden. Aus familiärer Sicht ist dies enttäuschend."Auf den Vorschlag eines gerichtlichen Mediationsverfahrens hätten Vater und Sohn Fischer nicht reagiert. Das Gericht habe jetzt aber noch die Möglichkeit, die Initiative dafür zu ergreifen. Ansonsten werde seine Mandantin weitere Zeugen beibringen: den Notar, bei dem der Erbverzicht aus ihrer Sicht ohne ausreichende Aufklärung unterzeichnet worden sei. Außerdem solle ein alter Vertrauter der Familie geladen werden, der Aussagen dazu machen könne, wie mit der behinderten Tochter umgegangen worden sei. Lenné ist optimistisch, dass der Klage der Fischertochter stattgegeben wird. Von der Anwaltssozietät, die Vater und Sohn Fischer vertritt , gab es auf neuerliche Nachfrage unserer redaktion gestern keine Stellungnahme.

(gt)
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