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Leverkusen
Leverkusener Christ schreibt über den Sinn des Glaubens

Leverkusen. Wie selbstverständlich kommen Manfred Klink alte Gebete und das rund 1500 Jahre alte apostolische Glaubensbekenntnis über die Lippen. Tut er es aus Gewohnheit und weil er in der Tradition der katholischen Kirche groß geworden ist? Kritisch hat er sich selbst hinterfragt, um Klarheit zu gewinnen, vor sich Rechenschaft ablegen zu können, was er wirklich meint, wenn er die vertrauten Texte auswendig mitspricht. Seine Gedanken hat er sortiert und aufgeschrieben. Von Monika Klein

Eigentlich hatte er das nur für sich selbst begonnen, ist sich nun aber sicher, dass es vielen anderen Christen ähnlich geht. Deswegen hat er sich in diesem Jahr zu einem Buch entschlossen, das er im Internet-Verlag "Books on Demand" herausbrachte. Auf 166 Seiten versucht er, die biblische Glaubensüberlieferung auf das aktuelle Leben zu übertragen. Er sucht seine Antwort auf den scheinbaren Gegensatz von Kirche und Wissenschaft, auf Schuld und erlösende Gottesliebe oder ganz praktisch nach dem Auftrag des Menschen in dieser Welt.

Den zehn Kapiteln hat er das apostolische Glaubensbekenntnis als Fundament vorangestellt. Den Anfang wählte Manfred Klink zugleich als Titel für sein Buch und setzte den Beginn einer Begründung dazu: "Ich glaube, weil ..." und klein darunter die andere Option: "obwohl ...". Dass er diese Schrift weder als eine theologische, philosophische noch als eine wissenschaftliche Abhandlung betrachtet, schickt er im Vorwort gleich vorweg. Es sei "die Darstellung der gedanklichen Welt eines Laienchristen in unserer Zeit." Deswegen kann er auf Zitate und Literaturangaben verzichten, obwohl Manfred Klink ganz offensichtlich einiges gelesen, verglichen und für sich verworfen hat, bevor er zu Stift und Papier griff.

Es ist die Essenz seiner persönlichen Sichtweise, um das mit Leben und Inhalt zu füllen, was er bei den rituellen Abläufen in der Kirche mitspricht. Wenn den Menschen die Inhalte der Gebets- und Messtexte nicht mehr bewusst seien, führe das zu einem Sinn- und Werteverlust. Klink glaubt, dass in diesem Missverhältnis die Ursache für vermehrtes Abwenden und Austreten aus der Kirche liegt. Leser möchte er auf diesem Weg einladen, ebenfalls neu mit dem Bekenntnistext in Dialog zu treten.

"Ich glaube, weil ..." von Manfred Klink ist bei Books on Demand (www.bod.de ) erschienen. Das Buch ist ebenfalls in der Schlebuscher Buchhandlung Gottschalk vorrätig.

Quelle: RP
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