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Leverkusen
Leverkusener Kinder- und Jugendchor bricht mit Tradition

Leverkusen. In diesem Jahr war fast alles anders beim Leverkusener Kinder- und Jugendchor. Im Jahre zwei nach dem "Renteneintritt" des langjährigen Chorleiterehepaares Schlechtriem - beide lauschten hier in der ersten Reihe - brach die Einrichtung mit den meisten Traditionen, begonnen mit der Terminverschiebung vom dritten auf den zweiten Advent. Von Monika Klein

Statt Forum-Saal begnügte man sich dieses Jahr mit der kleineren Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. Die war immerhin gut gefüllt, für die Mitwirkenden ein schöneres Erlebnis als der Blick auf leere Sitzreihen, wie es in den vergangenen Jahren zunehmend der Fall war. Nicht dabei waren dieses Mal die deutlich Erwachsenen im Singkreis Leverkusen. Nach gemeinsamer Eröffnung wurde ein Singspiel von Klaus Heizmann szenisch aufgeführt: "Suleilas Weihnacht". In der Rahmenhandlung wird die biblische Weihnachtsgeschichte einem Flüchtlingskind aus dem Iran erzählt. Zwischen den Liedern, die Chorkinder sangen, traten einzelne, besonders mutige Kinder als Figuren der Erzählung solistisch auf, spielend und singend.

Verkleidet aber waren auch jene im Chor, vornedran die Jüngsten als weiße Engelchen. Die Kostümierung hat den Mitwirkenden wie Zuschauern offensichtlich ebenso gefallen wie die Geschichte, die einzelne Lieder auf diese Weise zum Paket verschnürte. Die Begleitmusik legte ein kleines Ensemble mit Hans-André Stamm am Klavier, Martin te Laak am Syntheziser und Franziska Kaumanns an der Flöte darunter. Nicole Jers hielt die Fäden beim Singspiel zusammen, mit einladenden und klaren Bewegungen.

Im zweiten Teil stellten sich die älteren Chorgruppen vor, mit weihnachtlichen Arrangements und einem Stilmix von klassischer Spätromantik bis Pop oder Weltmusik. Anspruchsvoll starteten die Mädchenstimmen des Jugendchores (Leitung Sonja Porath) mit einer Marien-Motette von Gabriel Fauré und einer ganz zarten Psalmvertonung Bob Chilcotts. Auch die Männerstimmen (Leitung Martin te Laak) hatten ihren eigenen Auftritt, bevor sich alle klanglich verbündeten.

Zum Abschluss schließlich hörte man das Ergebnis eines arbeitsintensiven Wochenendes. Die Leitung hatte Rabih Lahoud, selber Sänger und Chorleiter der Gruppe M.A.M.M., deren Mitglieder einst die Schule des Leverkusener Kinder- und Jugendchores durchlaufen haben. Die erfahrenen Chorsänger, die sich unter anderem mit dem U2-Titel "Beautiful Day" als geschlossenes Ensemble vorstellten, waren die verlässliche Stütze bei diesem Gesangsworkshop. Da gab es keine Noten, die Arrangements entstanden während der Proben. Leider zerstückelte die langwierige Moderation von Hanno Fasel diesen bunten Programmteil.

Quelle: RP
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