| 00.00 Uhr

Leverkusen
Licht und Schatten auf der Bahnhofstraße

Leverkusen: Licht und Schatten auf der Bahnhofstraße
Wie sicher ist die Bahnhofstraße? Dies war gestern Anlass einer Anfrage an die Stadtverwaltung. FOTO: ralph matzerath
Leverkusen. Fast tägliche Streifen durch den Sicherheitsdienst, aber auch Spielhallen und Wettbüros - die Bahnhofstraße steht in der Diskussion. Von Peter Korn

Vernachlässigt die Stadt Leverkusen in Fragen der Sicherheit die Bahnhofstraße? Diesen Eindruck hat der Opladener FDP-Ratsherr Friedrich Busch gestern zwischenzeitlich erweckt.

Der Politiker meldete, Bürger fühlten sich zunehmend verunsichert, wenn sie durch die Bahnhofstraße gingen. In diversen Gesprächen habe er immer wieder Aussagen zu hören bekommen, wie "Die Bahnhofstraße kippt zurzeit" oder "Ich vermeide, wenn es geht, durch die Bahnhofstraße zu gehen".

Vor einem Haus im oberen Bereich der Straße hat Busch nun Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes entdeckt, der dort 24 Stunden am Tag Präsenz zeigt. Bei Nachfragen ergab sich zwar, dass dieser Security-Dienst nicht für die Straße zuständig ist, sondern von einem Hausbesitzer wegen privater Gründe beauftragt worden war - Busch stellt sich jedoch trotzdem die Frage, was denn eigentlich mit dem privaten Sicherheitsdienst der Stadt Leverkusen sei, "so er noch in der Stadt tätig ist", und ob dieser nicht "vermehrt die Situation in der Bahnhofstraße in den Blick nehmen" könne.

Die Antwort aus dem Leverkusener Rathaus kam prompt und ausführlich: Der Sicherheitsdienst sei fast täglich im Bereich der Opladener Fußgängerzone sowie Kölner Straße und Bahnhofstraße zu jeweils unterschiedlichen Zeiten unterwegs, erklärte eine Stadt-Sprecherin. "An Wochentagen mit einer Doppelstreife, freitags und samstags mit zwei Doppelstreifen."

Bis auf Meldungen zu Gaststättenlärm seien derzeit auch keine Bürgerbeschwerden speziell zur Situation in der Bahnhofstraße bekannt, heißt es aus dem Rathaus. Die Situation werde jedoch seitens des Ordnungsamtes weiter im Blick behalten.

Die Streife ist laut Stadt im übrigen nicht nur seit vielen Monaten durchgängig aktiv, sondern auch an allen relevanten Brennpunkten präsent:

- Fußgängerzonen in Wiesdorf, Opladen und Schlebusch

- Angsträume wie Unterführungen, Bahnhöfe und Freiflächen

- Grün- und Freizeitflächen wie die Opladener Wupperwiesen, Rheinufer, Ophovener Weiher, Silbersee und die Hitdorfer Seen. "Weitere Kontrollen erfolgen auf Grund eingehender Beschwerden seitens der Bürgerschaft oder anderer Fachbereiche", betont die Stadt.

Busch hatte allerdings auch die Anzahl der Wettbüros in der Bahnhofstraße bemängelt und gefordert, die Stadt dürfe keine weiteren dort ansiedeln. Die Nachfrage im Rathaus ergab gestern, dass im gesamten Stadtgebiet Leverkusen 13 Wettbüros verzeichnet sind, zwei davon in der Bahnhofstraße. Es gibt aber auch 41 Spielhallen an 21 Orten. In der Bahnhofstraße gibt es sechs davon an drei Örtlichkeiten.

Ergebnis des Busch-Vorstoßes: Die Stadt zeigt im Umgang mit derBahnhofstraße Licht und Schatten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: Licht und Schatten auf der Bahnhofstraße


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.