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Leverkusen
Lieblingsplätze - fotografisch inszeniert

Leverkusen: Lieblingsplätze - fotografisch inszeniert
Annika Weißenberg hat sich im Kulturrucksack-Projekt der Jugendkunstgruppen sich an ihrem Lieblingsplatz in der Natur in Szene gesetzt. FOTO: Weißenberg/JKG
Leverkusen. Bis zum 25. November ist im Foyer des Forums die Foto-Ausstellung "Mein liebster Platz in Lev" der Jugendkunstgruppen zu sehen. Von Monika Klein

Wo ist mein liebster Platz in Leverkusen? Florian Frischauf fiel die Antwort nicht leicht, denn er hat gleich mehrere Favoriten. Auf jeden Fall ist das Sofa in seinem Zimmer ein Lieblingsplatz, andererseits spielt der heute 14-Jährige leidenschaftlich gerne Badminton oder Minigolf. Wie sollte er das auf zwei Fotos aussagekräftig darstellen? Seine Mutter gab den entscheidenden Impuls und der Onkel half bei der Umsetzung, für die das Sofa nämlich an die entsprechenden Orte geschleppt und samt seinem Besitzer in Szene gesetzt wurde.

Die fotografischen Ergebnisse und die Geschichte dazu sind noch bis zum 25. November im Seitenfoyer des Forums zu sehen. Zusammen mit acht weiteren Bildergeschichten von anderen Jugendlichen, die am Kulturrucksack-Projekt der Jugendkunstgruppen "Mein Platz in Lev" teilgenommen haben. Im eigenen Gebäude an der Kerschensteiner Straße hingen die Arbeiten schon einmal an der Wand. Aber jetzt ist auch noch ein kleines Katalogheft mit allen Beiträgen dazu erschienen. Zunächst ging es darum, die Grundlagen der fotografischen Techniken zu lernen, erklärt Kursleiter Alfred Prenzlow. Außerdem wurden die Augen geschult für die richtige Anordnung, Perspektive und Lichtverhältnisse. Das erforderte mitunter Geduld. Anika Weißenberg, die in der Nähe von Schloss Morsbroich wohnt und dort den Wasserfall im Park zu ihrem Lieblingsort erklärt hat, brauchte mehrere Anläufe, bevor Wetter und Sonnenstand ideal waren. Die Jugendlichen lernten klassische Bildbearbeitung und Dunkelkammertechnik.

Zunächst aber ging es um die Auseinandersetzung mit dem Thema, die Fragen: Wo ist mein Platz in der Stadt, in der Gesellschaft und im Leben? Um diese Gedanken in Worte zu fassen, interviewten sich die Teilnehmer gegenseitig. An den entsprechenden Orten inszenierten sich die Jugendlichen dann selbst. Moritz Weißenberg wollte die Bewegung im Skaterpark unter der Stelzenautobahn zeigen. Für Carina Schön und Janika Engelhardt war es die Liebe zum eigenen Pferd auf dem Teitscheider Hof. Nina Londscheid und Davide Raul Reibaldi erklärten den Neulandpark zu ihrem Lieblingsort, der heute Treffpunkt von Jugendlichen ist. Und weil Henk Schönheit sehr an Japan interessiert ist, entschied er sich für den Japanischen Garten in Wiesdorf.

Florian Frischauf schleppte mithilfe seines Onkels sein Lieblingssofa an seine Lieblingsplätze - unter anderem sein Zimmer. FOTO: Florian Frischauf/JKG
Quelle: RP
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