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Leverkusen
Spuren an Lkw-Sperre vor A1-Brücke werden breiter

Lkw-Sperren vor A1-Brücke: Fahrspuren werden breiter
Diese Grafik zeigt den verworfenen Plan: Die Spuren sollten nur 2,20 Meter breit sein. Viele Fahrzeuge hätten nicht hindurch gepasst. FOTO: RP
Leverkusen. Die Vorarbeiten für die geplante Lkw-Sperre an der A1-Rheinbrücke haben begonnen. Nach dem Streit um die Breite der Durchfahrtspuren haben die Planer beschlossen, die Spuren zu vergrößern. Von Sebastian Fuhrmann

Zunächst hatte der für die Einrichtung der Sperre zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW eine Breite von 2,20 Meter für die beiden Spuren vorgesehen, die über die Brücke führen. Viele Fahrzeuge sind aber breiter. Bei einer Spurbreite von 2,20 Meter hätten sie nicht durch die Sperren gepasst. Unsere Redaktion hatte exklusiv über das Problem berichtet.

Nun sollen die beiden Durchfahrspuren einige Zentimeter breiter werden. Fahrzeuge, die inklusive der Außenspiegel nicht breiter als 2,30 Meter und leichter als 3,5 Tonnen sind, dürfen die Sperren passieren. Eine dritte Spur leitet zu große oder zu schwere Fahrzeuge von der Autobahn.

"Die Sperranlage wird vor allem in den ersten Tagen nach der Einrichtung eine Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmer. Das Tempolimit muss aus Sicherheitsgründen eingehalten werden. Dafür installieren wir zusätzliche Blitzanlagen. Mit der geplanten Spurbreite, die Fahrzeugen mit einer effektiven Breite von 2,30 die Durchfahrt erlaubt, können wir die zu schweren Fahrzeuge bereits vor der Schrankenanlage von den beiden linken Spuren fern halten, und dennoch größeren Pkw, Wohnmobilen und Sprintern mit weniger als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht die ungehinderte Weiterfahrt ermöglichen", sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. 

Sperre soll neue Schäden an Brücke verhindern

Die Sperre soll verhindern, dass Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen auf die marode Rheinbrücke gelangen. Trotz eines Verbots fahren täglich rund 150 dieser Fahrzeuge über die Rheinquerung. An der ohnehin schon massiv beschädigten Brücke entstehen dadurch immer weitere Schäden. Geht das so weiter, droht eine dauerhafte Vollsperrung. 

Im August war die Brücke für Sanierungsarbeiten für mehr als drei Tage gesperrt worden.

"Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Brücke weiterhin übermäßig belastet wird. Sonst können weitere Schäden nicht ausgeschlossen werden, mit der Folge, dass dann die Brücke möglicherweise komplett für den Verkehr gesperrt werden müsste", erklärte Groschek.

So gehen die Arbeiten voran

Aktuell werden für die Sperranlage Leitungen zur Stromversorgung verlegt. Entlang der Autobahn werden die Flächen vorbereitet, auf denen Ampeln und Schranken stehen werden sollen. Bis Anfang Oktober sollen schrittweise an vier Standorten Schrankenanlagen installiert werden.

Die Arbeiten an der Anlagen sollen überwiegend nachts stattfinden. Ab Mitte September sollen die Schranken nach und nach in Betrieb gehen. Als erstes soll die Zufahrt von der Autobahn 59 im Autobahnkreuz Leverkusen-West reglementiert werden.

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