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Leverkusen
Lokalderby: Polizei hat die Problemfans im Griff

Leverkusen: Lokalderby: Polizei hat die Problemfans im Griff
Vorne bereitet sich ein Großaufgebot der Polizei am Wiesdorfer Busbahnhof auf die Fußballfans vor, hinten warteten Fernreisebus-Gäste ungerührt auf die Weiterreise. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Eine überwiegend positive Bilanz zogen Bundes- und Landespolizei nach dem Derby zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln am Samstagnachmittag. "Wir sind insgesamt sehr zufrieden", sagte Polizeisprecher Christoph Gilles. Es habe keine größeren Zwischenfälle rund um das Spiel gegeben. Von Jim Decker

Selbst der kurzzeitige Versuch von rund 100 vermummten Leverkusener Fans, außerhalb der BayArena in den von ihnen abgetrennten Bereich der Kölner zu gelangen, hätten die Einsatzkräfte schnell unterbinden können. "Wir konnten sie zurückdrängen und die Situation entschärfen", beschrieb Gilles. Dabei seien auch Schlagstöcke und Pfefferspray zum Einsatz gekommen. Ein Angreifer wurde festgenommen.

Außerdem kam es zu einer Schlägerei am Bahnhof Leverkusen Mitte, bei der ein Leverkusener gleich von vier Kölnern angegriffen und leicht verletzt wurde. Die Gewalttäter konnten allerdings von der Polizei festgenommen werden. Sie erwartet ebenso eine Anzeige wegen Körperverletzung wie zwei Männer, die im Bereich nahe des Forums einen Mann attackierten.

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Dass einige Male Pyrotechnik abgebrannt wurde, damit sei "leider immer zu rechnen", sagte Gilles. Auch Kanonenschläge wurden rund um das Stadion und sogar während des Spiels gezündet. Dem Ordner, in dessen unmittelbarer Nähe ein Böller aus dem Kölner Gästeblock explodierte, geht es laut Bayer 04-Fanbeauftragten Meinolf Sprink gut. Die Landespolizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und setzte für die Überwachung der Abreisewege auch einen Helikopter ein. Mehrere Hundertschaften sowie Ordner der Kölner und Leverkusener bemühten sich um eine strikte Trennung der Fanlager. So wurden Bayer-Fans am Bahnhof Mitte "zu ihrer eigenen Sicherheit" dazu aufgefordert, ihre Trikots und Schals zu verdecken. Die Polizei hatte im Vorfeld sogenannte Bereichsübertretungsverbote an 25 Leverkusener Problemfans und 30 Kölner verschickt.

Quelle: RP
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