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Leverkusen
Marienschüler zeigen Radfahr-Köpfchen

Leverkusen: Marienschüler zeigen Radfahr-Köpfchen
Für alle Fünftklässler hatte die Jahrgangsstufe elf der Marienschule einen anspruchsvollen Fahrradparcours, der mittlerweile zum Lehrplan gehört, vorbereitet. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. "Köpfchen" bewiesen 170 Fünftklässler der Marienschule Opladen beim Radfahrer-Projekttag, der von 40 Schülern aus der Jahrgangsstufe elf betreut und organisiert wurde. Von Gundhild Tillmanns

Vor fünf Jahren hatte die Schülerin Chantal Grede solche Projekttage ins Leben gerufen, die an der Marienschule nicht nur zu einer guten Tradition geworden sind. Der Projekttag "Beweis Köpfchen - sicher mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs" gehört mittlerweile zum Lehrplan.

Verbindungslehrer Matthias Nolte ist deshalb bei diesen Veranstaltungen stets mit im Boot, diesmal sogar in seiner Funktion als Ausbilder bei den Maltesern. Denn es gab zum ersten Mal auch eine Erste-Hilfe-Station, die von Nolte und einer Schülerin aus dem Schulsanitätsdienst betreut wurde. Die Verkehrserziehung wird neben diesem Projekttag laut Nolte dann kontinuierlich in den Fächern Physik und Biologie durch die Jahrgangsstufen durch fortgesetzt.

"Im Fach Biologie geht es zum Beispiel um das Sehen und gesehen werden", erläuterte der Lehrer. Und genau dies veranschaulichte auch die Fahrschule Westermann, die mit einem Lkw auf den Hof der Marienschule gerollt kam. Was "der tote Winkel" wirklich bedeutet, und dass die Kinder eben nicht unbedingt gesehen werden, auch wenn sie selbst den Lkw sehen, das wurde schnell klar. Einmal auf den hohen Fahrerrersitz klettern und einen Blick in den Rückspiegel werfen - und staunen, was und wen man eben nicht gesehen hat! Zum Parcours gehörten auch ein Fahrrad-Slalom mit Geschicklichkeitstests, eine Station zur Fahrradsicherheit, ein Quiz und eine Strecke, die besonders langsam gefahren werden musste.

Die beste Gruppe wurde mit Süßigkeiten belohnt. Von den insgesamt 1200 Marienschülern kommen im Sommer täglich bis zu 400 mit ihren Fahrrädern: "Dann sind bei uns der Hof und der Fahrradkeller voll", berichtet Nolte. Zum Glück habe es noch keine Schulwegunfälle gegeben. Während der Projekttag zur Fahrradsicherheit anfangs dazu gedient habe, auf die Helmpflicht hinzuweisen, sei dies heute nicht mehr nötig: "Alle Kinder tragen Helme", lobt der Lehrer.

Besonders wirkungsvoll sei der Projekttag, weil ihn Schüler für Schüler gestalten, betont Nolte. So habe in diesem Jahr Gereon Mengers vom Schülerrat die Federführung. Und der Lehrer gibt zu, dass sich die jüngeren Schüler von den älteren "eher etwas sagen lassen", als von den Erwachsenen.

Quelle: RP
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