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Leverkusen
Meisterhafte Rotations-Athleten

Leverkusen: Meisterhafte Rotations-Athleten
Peter Söre wirbelte mit dem BMX-Rad über die Forum-Bühne. FOTO: Miserius
Leverkusen. Zeit, dass sich was dreht! Herbert Grönemeyers Fußballsong war zwar nicht zu hören am Freitagabend im Forum. Da wurde andere Musik gemacht, ausschließlich live im Hintergrund. Von Monika Klein

Doch die Textzeilen kamen einem unwillkürlich in den Sinn bei dem, was sich im Vordergrund abspielte. Denn da drehte sich alles in diversen Richtungen und Lagen, um sich selbst und andere, im Schein von Lichtkegeln, die wiederum Kreise formten oder im Rund bewegt wurden. Fünf Artisten und zwei Musiker der australischen Truppe "360 Allstars" deklinierten auf Einladung von KulturStadtLev die ganze Bandbreite von Rotation durch. Das Publikum, darunter viele Kinder und Jugendliche, waren hingerissen von der ungewöhnlichen Zirkus-Show.

Hier traf sich ausschließlich Akrobatik der Straße, wenn auch auf einem anderen Niveau als in den umliegenden Fußgängerzonen. Nacheinander stellten die meisterhaften Athleten ihre spezielle Disziplin vor, um die Fähigkeiten später bei gemeinsamem Spiel zu vereinen. Mal mit Humor, mal mit zauberhaften Effekten in einer kurzweiligen Adrenalin-Show. Die Produktion, deren zweite Station einer Europa-Tournee Leverkusen war, kommt zwar aus Australien, doch die Mitwirkenden sind tatsächlich Weltklasse-Sportler aus aller Herren Länder.

Aus den USA stammt der Basketball-Freestyler Rashaun Daniels, der sich auf den kunstvollen Umgang mit Bällen versteht und bis zu fünf Exemplare gleichzeitig in Bewegung halten kann. Er sorgte auch für gute Stimmung im Publikum, das begeistert mitmachte. Aus Ungarn kommt Peter Söre, der mit seinem BMX-Rad über die Bühne wirbelte und dabei weit mehr als nur Räder und Lenker drehen ließ. Zwei Breakdancer aus Neuseeland und Belgien forderten sich heraus und sorgten für Staunen und begeisterte Jubelstürme.

Einzigartig der Auftritt des Australiers Rhys Miller mit dem Cyr-Wheel, einem stabilen Reifen von fast zwei Metern Durchmesser, in und mit dem sich der Artist auf alle erdenklichen Arten bewegte - scheinbar leicht und schwerelos. Das Cyr-Wheel bescherte auch stillere Momente in einem temporeichen, permanent wirbelnden und ziemlich lauten Programm. Und es wurde ebenso effektvoll wie spaßig eingesetzt für eine Ensemble-Nummer, bei der das Rund immer als Minibühne von oben beleuchtet wurde, wenn einer den Kreis betrat - oder auch nur den Ball hineinwarf.

Zauberhafte, aufwendige Lichteffekte und Videodesign machten die Wirkung aus. Insofern hatte sich das anfängliche Warten für alle gelohnt. Das Publikum wurde erst verspätet in den Saal gelassen, weil bis zur letzten Sekunde an der Licht-Einrichtung gearbeitet wurde.

Quelle: RP
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