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Leverkusen
Messdiener: Junge Leute sagen Ja zum Altardienst

Leverkusen: Messdiener: Junge Leute sagen Ja zum Altardienst
Jung und motiviert sind die Messdiener aus Lützenkirchen. Autorin Katharina Krämer (rechts) ist auch eine Ministrantin. FOTO: privat
Leverkusen. Drei Leverkusener Messdiener erzählen, was sie motiviert und wie sie die Gemeinschaft in ihrem Amt empfinden. Von Katharina Krämer

Was, du bist echt Messdiener? Musst du dann auch jeden Tag in die Kirche? Ist das nicht langweilig? - das sind die häufigsten Fragen, die Messdienern wie mir im jugendlichen Alter gestellt werden. Dabei ist Messdienersein viel mehr, als nur der Dienst am Altar - auch wenn das inoffizielle Motto der Messdiener manchmal heißt: "Uns schickt der Himmel".

Klar, die hauptsächliche Aufgabe ist es, Gott zu dienen und dazu in den Heiligen Messen in der Kirche Dienst zu tun. Jedoch ist das Messdienersein auch mit einer Menge Spaß verbunden, wie drei der insgesamt 436 000 Messdiener in Deutschland erzählen. Sie gehören zur Pfarrgemeinde St. Maurinus und Marien, wo es 80 Messdiener gibt. Dieter Hoffzimmer, der Leiter und Obermessdiener in der Pfarrei St. Maurinus in Lützenkirchen, berichtet, dass er vor 16 Jahren gemeinsam mit einem guten Freund mit dem Messdienen begonnen hatte. Hoffzimmer wollte Altardiener werden, da seine Schwester ebenfalls Messdienerin war. "Am meisten Spaß macht es mir, meine eigene wöchentliche Gruppenstunde zu halten. Und die Arbeit mit jungen Menschen gefällt mir sehr gut", sagt der 26-Jährige.

Außerdem mag Hoffzimmer die Aktivitäten der Gruppe außerhalb der Messen - wie zum Beispiel die jährliche Wanderung nach Altenberg am 1. Mai, die mit einem Jugendgottesdienst im Altenberger Dom verbunden ist. Oder die regelmäßige Wallfahrt nach Rom, die in diesem Jahr im Herbst stattfindet. Der Messdiener hat viele Aktionen und Fahrten selbst organisiert und in seiner Laufbahn als Ministrant schon viele solcher Freizeitangebote miterlebt.

Die neunjährige Meike Wenz schnuppert momentan erstmal in das Leben einer Messdienerin hinein. Seit Frühling hat sie wöchentlich Gruppenstunde. Dabei machen ihr die Proben in der Kirche am meisten Spaß. Den Messablauf hat sie mittlerweile auch schon verinnerlicht. Meike fühlt sich sehr wohl in ihrer Gruppe, die nur aus Mädchen besteht. In der Gruppenstunde wird aber nicht nur für den Messdienereinsatz gelernt, sondern auch viel gespielt, gebastelt und unternommen, wie Maike berichtet.

Im Herbst werden rund 20 neue Messdiener aus Lützenkirchen und Quettingen eingeführt - viel mehr als in den vergangenen Jahren. Mit 16 Jahren gibt es dann auch die Möglichkeit, selbst Leiter einer Gruppe zu werden. Genau wie Julian Brückmann (16), der seit April die Gruppe leitet, in der auch Meike ist. Dies ist eine Gruppe, in der sich Jungen und Mädchen gemeinsam auf die Gottesdienste vorbereiten. Julian Brückmann ist seit sechs Jahren Messdiener. "Ich wollte Gruppenleiter werden, weil mir Messdiener zu sein sehr viel Spaß macht und ich auch andere Leute damit begeistern will," erzählt er.

Aber es ist für Julian Brückmann manchmal auch schwierig, den Kindern das zu vermitteln, was man selber als Messdiener kann, gibt er zu. Eines will er seinen Gruppen aber auf jeden Fall vermitteln: "Ministranten sind in der Messe ein sehr wichtiger Bestandteil. Von Anfang bis zum Ende werden sie gebraucht", sagt der 16-Jährige.

Quelle: RP
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