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Leverkusen
Meszelinsky will's noch mal wissen

Leverkusen: Meszelinsky will's noch mal wissen
Eckhard Meszelinsky hat die Festival-Leitung vor einem Jahr abgegeben. FOTO: UM
Leverkusen. Zum Abschluss der Jazztage am Sonntag steht der einstige Macher des Festivals selbst als Musiker auf der Bühne. Von Siegfried Grass

"Das Abschlusskonzert der Leverkusener Jazztage bringt ein Wiedersehen mit dem früheren Festivalchef Eckhard Meszelinsky." So heißt es in der offiziellen Ankündigung des Veranstalters. Falsch. Denn der 62-Jährige - Markenzeichen "Mann mit Hut" - ist immer noch da. Er war nie ganz weg, wie seine Präsenz beispielsweise als Jury-Mitglied beim Nachwuchspreis "Future Sounds" der Leverkusener Jazztage zeigt, Und er stellt sich als aktiver Musiker wieder selbst ins Scheinwerferlicht.

Am Sonntag tritt er zum offiziellen Abschlusskonzert der 37. Auflage des längst über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes Festivals auf - im Leverkusener Erholungshaus. Bereits Ende 2015 erschien die CD "Blue Deja Vu" mit den Gründungsmitgliedern von Deja Vu Rainer Hamacher und Andreas Wegener (Keyboarder bei den Bläck Fööss). Sein Projekt "Noise Adventures" versteht Meszelinsky als nächste Herausforderung. Dazu hat er sich die Streicher des Future-Sounds-Gewinners aus dem Jahr 2013, DuckTapeTicket, eingeladen.

Drei Auftritte hat er mit dieser Formation bereits hinter sich, einmal im Scala, als Vorgruppe zu der französischen Band "Magma". "Das hat in Leverkusener keiner gemerkt, weil die Magma-Fans alle nicht in dieser Stadt wohnen", merkt der Leverkusener an. Dann folgten die Konzerte in Aalen und Ingolstadt, die Partner der Leverkusener Jazztage.

Die Veranstalter des Aalener Jazzfestes und der Ingolstädter Jazztage kooperieren mit den Leverkusenern; das spart vor allem Spesen.

In seinem neuen Projekt arbeitet Meszelinsky erstmals mit dem Pianisten und Arrangeur Christian Dellacher zusammen. Dellacher hat für Meszelinskys Kompositionen ein "Crossover" kreiert - "eine musikalische Symbiose, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnte", lobt er selbst. Dazu gehört noch Drummer Jan Niemeyer und besagtes Streicher-Trio. Von den jungen Leuten sagt Meszelinsky: "Ich bin erstaunt, wie sie ebenfalls die Musik meiner Generation aus den 1970ern mögen, obwohl ich ja 35 Jahre älter bin." Er verspricht: "Es entstehen so wunderschöne Klangwelten mit spannungsreichen und überraschenden Arrangements."

Jahr eins nach den Meszelinsky-Jazztagen habe ihm noch nicht nennenswert weniger Arbeit gebracht, sagt er. "Ich bin hauptberuflich in der Immobilienbranche tätig, da gibt es derzeit viel zu tun." Im nächsten Jahr will er dann aber wirklich einen Gang zurückschalten: "Ich habe mir vorgenommen, viele Konzerte zu besuchen."

Hauptact am Sonntag im Erholungshaus ist das "Tingvall Trio", mehrfach mit dem "Echo Jazz" ausgezeichnet und mit mehr als 10.000 verkauften Tonträgern für jedes ihrer Studioalben in Deutschland.

Quelle: RP
 
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