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Leverkusen
Miete steigt um 20 Cent pro Quadratmeter

So steigen die Mieten in den Städten
So steigen die Mieten in den Städten FOTO: dpa, Wolfgang Kumm
Leverkusen. Die Baulandpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in Leverkusen stiegen 2014 um rund fünf Prozent, steht im neuen Wohnungsmarktbericht der Stadtverwaltung. Ebenso, dass es zu wenig preiswerte Mietwohnungen gibt. Von Susanne Genath

Schlebusch ist das teuerste Pflaster von Leverkusen. Rund 395.000 Euro kostet dort ein Haus. Eigentumswohnungen liegen bei 2224 Euro pro Quadratmeter, Mietwohnungen bei 7,67 Euro. Die günstigsten Häuser gibt es in Hitdorf, Rheindorf und Bürrig - für etwa 275.000 Euro. Die preiswertesten Wohnungen liegen in Manfort, Alkenrath und Steinbüchel. Sie sind dort für 1313 Euro pro Quadratmeter als Eigentum erhältlich, zur Miete für 6,70 Euro.

"Der Leverkusener Wohnungsmarkt ist ausgewogen im Kaufimmobiliensegment und angespannt im preiswerten Mietwohnsegment", lautet das Fazit im jüngsten Wohnungsmarktbericht, den die Leverkusener Stadtverwaltung - genauer gesagt: der Fachbereich Stadtplanung - für die Jahre 2014 und 2015 zusammengetragen hat. Der Bericht, der seit 2003 erstellt wird, dient den Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft als Informationsgrundlage. Hier ein paar Fakten:

Mietwohnungen Bei den Mietangeboten dominieren Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Kleinere und größere Wohnungen sind deutlich weniger auf dem Markt. Der durchschnittlich angebotene Mietpreis ist gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent (20 Cent) auf 6,99 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Es werden deutlich weniger Wohnungen unter sechs Euro pro Quadratmeter angeboten.

Immobilien Die Baulandpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen 2014 um rund fünf Prozent. Neu errichtete Doppelhaushälften und Reihenhäuser wechselten um acht Prozent teurer den Eigentümer. Die meisten verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser lagen in der Preisspanne zwischen 250.000 und 300.000 Euro sowie im Segment von über 400.000 Euro.

Wohnungsbestand Im Jahr 2014 gab es in Leverkusen 81.566 Wohnungen, 323 mehr als im Vorjahr. Fast die Hälfte aller Gebäude, nämlich 46 Prozent, sind Bauten der 50er bis 70er Jahre. Altbauten vor 1949 machen ein Viertel aus. Neun Prozent aller Gebäude sind nach 2000 gebaut worden.

Wohnungsgröße 40 Prozent aller Wohnungen sind Zwei- oder Dreizimmerwohnungen. Mit nur drei Prozent ist der Anteil an Einzimmerwohnungen sehr klein. Die durchschnittliche Wohnungsgröße in Leverkusen liegt bei 83,2 Quadratmeter (Regierungsbezirk Köln: 90,1 Quadratmeter). Knapp ein Drittel aller Wohnungen sind zwischen 60 und 79 Quadratmeter groß.

Haushaltsgröße Zum ersten Mal seit Jahren war die Haushaltsgröße 2014 nicht weiter rückläufig, sondern stieg vielmehr auf das Niveau von 2011 mit 1,98 Personen pro Wohnung. Grundsätzlich steigt die Zahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte.

Sozialwohnungen Ende 2014 gab es 5474 geförderte Wohnungen - 89 weniger als 2013. Damit waren 6,7 Prozent des Leverkusener Wohnungsbestandes öffentlich gefördert (landesweit: sieben Prozent). Nach den Prognosen der NRW.Bank sollen bis zum Jahr 2030 in der Chemiestadt nur noch 3600 geförderte Mietwohnungen vorhanden sein. 2014 wurden lediglich sieben Eigentumsmaßnahmen und drei Mietwohnungen gefördert - ein Tiefstand geförderter Wohnungen seit 15 Jahren.

Quelle: RP
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