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Leverkusen
Mit 60 Sachen durch Edelrath

Leverkusen: Mit 60 Sachen durch Edelrath
FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Beim Seifenkistencup gingen 40 Starter auf die anspruchsvolle Strecke. Einmal wurde es brenzlig. Von Sidney-Marie Schiefer

40 Kisten, zufriedene Fahrer, gute Rahmenbedingungen: Beim 11. Smidt- Seifenkistencup am Edelrather Berg zeigte sich am Samstag sogar noch einmal die Sonne. Der Testlauf am Vormittag musste zwar wegen Regens kurz unterbrochen werden. Beim eigentlichen Rennen war die Strecke aber wieder trocken. "Bei Nässe wäre das Rennen ausgefallen", betonte Achim Rosenau, Vorstandsmitglied der Gesellschaft Erholung.

Er half den Fahrern am Start. Dort war eine Rampe aufgebaut. Die Seifenkisten wurden mit einer Hebebühne angehoben. Aus etwa drei Metern Höhe starteten immer zwei Kisten gleichzeitig. In einer saß Mia Lamberts. Die Neunjährige fuhr in diesem Jahr zum zweiten Mal mit. Vor dem Start sei sie aber immer noch nervös. "Meine Kiste ist nicht so schnell, das soll aber auch so bleiben." Mia fuhr den "Silverstar". Die blaue Seifenkiste schmückten silberne Sterne. Das Gefährt hat sie von ihrem Opa bekommen. Rund 100 Stunden habe er an dem außergewöhnlichen Geburtstagsgeschenk gearbeitet.

Insgesamt fuhren die Teilnehmer in fünf verschiedenen Klassen. Mia war eine von 17 Teilnehmern in der Klasse der Acht- bis Zwölfjährigen. Neben den Junioren gab es noch die Klasse der Senioren, der Freestyler und der Profis. Jede Gruppe fuhr die gleiche Strecke. 400 Meter lang und mit einer S- Kurve versehen, gehöre diese Strecke zu den anspruchsvolleren, erklärte Tim Feister von der Gesellschaft Erholung. Um die Strecke zu sichern, war der komplette Straßenrand mit Heuballen ausgelegt worden. Zudem benötigte jeder Fahrer eine gültige Tüv-Plakette, um beim Seifenkistencup antreten zu dürfen.

Trotzdem kam es zu einem kleinen Unfall. David Dölle, der für den Karnevalsverein "Schlebuscher Clowns" angetreten war, verletzte sich beim Testlauf. "Es war wohl ein Fahrfehler, ich habe zu stark eingelenkt", berichtete er. Er wurde vom Malteser Hilfsdienst ins Krankenhaus gebracht. "Ich habe mir die Hand verstaucht und auch meine Nase ist etwas angedötscht", sagte Dölle. Der ausgeschiedene Fahrer ließ es sich aber nicht nehmen, nach seiner Erstversorgung das Rennen zumindest vom Rand zu verfolgen.

Und um als Zuschauer alles mitzubekommen, war Aufmerksamkeit gefragt. Mit bis zu 60 Km/h sausten die Profis den Berg runter. Am Ende war Daniel Komp der Schnellste. Der 16-Jährige fährt bis zu acht Rennen im Jahr. Dieses sei aber ein Highlight. "Hier treten so viele Spaßkisten an, das ist besonders interessant", sagte Komp.

Eine dieser besonderen Seifenkisten bestand aus einem Einkaufswagen. "Ich freue mich wirklich, dass dieser Wagen starten konnte", sagte Heiko Hansel vom Tüv. Bei der ersten Prüfung hatte er noch viele Sicherheitsmängel gefunden. Deswegen appellierte er bei der Siegerehrung an alle, die im nächsten Jahr mitfahren wollen: "Lasst eure Kisten vorab checken, dann läuft am Renntag auch alles glatt."

Und als hätte das Wetter nur auf das Ende der Veranstaltung gewartet, zogen mit Übergabe des letzten Siegerkranzes die ersten Regenwolken wieder auf. Die Fahrer hatten grade noch die Möglichkeit, ihre Seifenkisten vor dem Regen zu verstauen.

Quelle: RP
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