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Rp-Serie - Mit dem Fahrrad in den Frühling
Mit dem Rad nach Oberburg schweben

Rp-Serie - Mit dem Fahrrad in den Frühling: Mit dem Rad nach Oberburg schweben
Seit 2012 können Radfahrer die zehnprozentige Steigung von Unter- nach Oberburg bequem umgehen. 21 der 30 Sessellifte der Seilbahn sind inzwischen mit speziellen Trägern für jeweils ein Zweirad ausgestattet. In Eigenregie und -finanzierung wurde an der Talstation ein separater Fahrrad-Zugang geschaffen. FOTO: Radtke
Leverkusen. Die sehenswerte und zugleich anspruchsvolle Tour führt vom Bahnhof Solingen-Mitte nach Wermelskirchen vorbei an der Müngstener Brücke und Schloss Burg - attraktive Rundum-Blicke am Theegartener Kopf und in Hünger inklusive. Von Guido Radtke

Solingen Während sich im Radwege-Netz des Bergischen die Korkenziehertrasse (Solingen), die Nordbahntrasse und Sambatrasse (Wuppertal) und die Balkantrasse als beliebte Ausflugsziele etabliert haben, fristet die Bergbahntrasse im Vergleich ein Schattendasein. Nur wenige Radfahrer und Wanderer nutzen den etwa zweieinhalb Kilometer langen Schotterweg zwischen Müngsten und einem der schönsten Aussichtspunkte Solingens, den Theegartener Kopf. Nicht einmal zehn Jahre war der Abschnitt der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn zwischen Müngsten und Krahenhöhe in Betrieb. Eröffnet im Jahr 1908 wurde sie im Ersten Weltkrieg wieder stillgelegt. Mit einer Steigung von vier Prozent war das Teilstück für den Güterverkehr zu steil und das Fahrgastpotenzial im Personenverkehr zu gering. Im Sommer 2010 fahrradtauglich gemacht, ist die Bergbahntrasse heute eine attraktive Verbindung zwischen Solingen und den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Bergisches Landes, die Müngstener Brücke und Schloss Burg.

Vom Startpunkt am Bahn-Haltepunkt Solingen-Mitte führt der Weg einen Kilometer über die Korkenziehertrasse zum Abzweig in Richtung Müngstener Brückenpark. Ein leichter Auftakt der etwa 16 Kilometer langen Tour, da es durch den Coppel-Park bis ins Meigener Bachtal fast nur bergab geht. Die erste und bis Burg letzte Steigung allerdings lässt nicht lange auf sich warten: Die Belohnung nach einer 800 Meter langen Konditionsprüfung ist der Rundum-Blick am Rastpunkt Theegartener Kopf.

Nach der Abfahrt über die Bergbahntrasse und einem Stück entlang der befahrenen Remscheider Straße ist das nächste Etappenziel erreicht. Verschiedene Wege führen von Müngsten nach Schloss Burg, doch nur die Variante durch den Brückenpark mit Übersetzen mit der Schwebefähre (Kosten: 1,50 Euro pro Person und Fahrrad /geöffnet: täglich 10 bis 18 Uhr) garantiert eine komfortable Streckenführung direkt entlang der Wupper - ohne Steigungen oder Treppen.

Unterburg ist auf dem größtenteils schattigen Waldweg zügig erreicht. An der Evangelischen Kirche bietet sich der erste Blick auf die imposante Burg. Dienstags bis sonntags, je 10 bis 18 Uhr, können hoch zur Burg Kräfte gespart werden, die auf den folgenden acht Kilometern bis nach Wermelskirchen noch benötigt werden: Es geht mit der Seilbahn hinauf - samt Fahrrad (Zusatzgebühr: zwei Euro). Die im 12. Jahrhundert erbaute Burganlage und das Bergische Museum sind immer einen Besuch wert. Dem Wahrzeichen des Bergischen Landes den Rücken gekehrt geht es bergan in Richtung Höhrath. Kurz vor dem ehemaligen Sportplatz Oberburg bietet sich am "Knotenpunkt 4" die Möglichkeit, ein neues Endziel mit Anschluss an die Balkantrasse zu wählen. Über Hünger führt der Panorama-Radweg ins Zentrum von Wermelskirchen und zum Bahnhof Lennep oder über Burscheid nach Opladen. In beiden Fällen ist bei guter Sicht ein Blick bis zum Kölner Dom garantiert.

Quelle: RP
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