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Leverkusen
Mit der Kinder-Kleider-Kiste auf Rädern fing alles an

Leverkusen. Nach der Renovierung hat die Kinder-Kleider-Kiste wieder geöffnet - die Bauwagen-Zeiten von früher sind längst vorbei. Von Monika Klein

Vier Wochen lang war die Kinder-Kleider-Kiste des Kinderschutzbundes in Quettingen geschlossen. Gestern kündigten Luftballons vor der Tür die Wiedereröffnung nach Totalrenovierung an. Alle Wände wurden gestrichen, der Fußboden grundgereinigt. Außerdem wurde der kleine Second-Hand-Laden rundum mit neuen weißen Regalen ausgestattet. Alles wirkt hell und freundlich, die Frühjahr- und Sommerkollektion hängt und liegt dort nach Größen sortiert. Einige junge Eltern sahen sich gleich nach der Öffnung gestern Morgen um. Neben Kleidung gibt es ein Regal mit gebrauchten Kinderbüchern, Spielzeug und CDs.

20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wechseln sich hier immer zu zweit während der Öffnungszeiten ab, beziehungsweise sortieren im Hintergrund abgegebene Kleidung. Dagmar Jübermann organisiert den "Dienstplan" und fühlt sich verantwortlich für das Team.

Editha Berg, die gestern hinter der Theke stand, kann sich an andere Zeiten erinnern. Sie war schon vor 16 Jahren dabei, als der Kinderschutzbund Leverkusen seinen ersten Second-Hand-Shop auf Rädern betrieb. Man nutzte zunächst einen Bauwagen im Quettinger Feld. "Da haben wir die Kleidung noch aus Kisten verkauft", erzählt Berg.

Inzwischen gibt es sogar zwei weitere Kinder-Kleider-Kisten. Eine kleinere in der Opladener Geschäftsstelle Bracknellstraße, wo nur Kleidung bis Größe 104 angeboten wird, und eine größere an der Felderstraße in Rheindorf, die wie die Quettinger vier Mal zwei Stunden wöchentlich geöffnet ist. In den städtischen Flüchtlingseinrichtungen verteilt der Verein Gutscheine, die dann in der Kleiderkiste eingelöst werden können.

Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter werden geschult, betont der stellvertretende Vorsitzende Helmut Ring. Sie sollen nämlich nicht nur günstige Kindersachen verkaufen, sondern dabei genau hinsehen, ob Mütter, beziehungsweise Familien eventuell Hilfe oder Beratung brauchen. Dann vermitteln sie beispielsweise in das Wellcome-Projekt oder das neue Programm "Familie in Not". Oder sie vermitteln Babysitter, die beim Kinderschutzbund ausgebildet wurden. Das alles gehört neben der professionellen Familien- und Erziehungsberatung ebenso zum Kerngeschäft des Kinderschutzbundes wie das Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Eltern.

Im Januar startet wieder eine neue Ausbildung in der Telefonberatung, sagt Vorstandsfrau Christine Thierjung. Anmeldungen werden bereits entgegengenommen. Zur Finanzierung der ganzen Angebote ist der Verein auf Spenden angewiesen. Der Verkauf von Kinderkleidung und Spielzeug leistet einen weiteren wichtigen Beitrag. Gut erhaltene Kinderkleidung wird in allen drei Läden entgegengenommen, ebenso Kinderwagen, die immer besonders nachgefragt sind.

Kinder-Kleider-Kiste Quettingen, Lützenkirchener Str. 169, Mo/Di 10-12 Uhr, Mi/Do 15-17 Uhr; Rheindorf, Felderstr. 165, Mi/Di/Do10-12 Uhr, Mi 15-17 Uhr; Opladen Bracknellstr. 32 (für Kinder bis drei Jahre) Fr. 10-12 Uhr.

Quelle: RP
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