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Leverkusen
Mit Sonne, Wal und Schaf immer dem Sankt Martin hinterher

Leverkusen. Hunderte Kinder und Erwachsene mit bunten Laternen folgten in Schlebusch dem "Sankt Martin", der hoch zu Ross unterwegs war. Mit insgesamt rund 1500 Teilnehmern war es der größte Leverkusener Martinsumzug, der sich am Samstagabend durch die Schlebuscher Fußgängerzone bewegte und von dort in den Hammerweg zum Freudenthaler Sensenhammer abbog. Erst wurde das Martinsfeuer abgebrannt, danach verteilte die Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch Weckmänner an die Kinder. Die Karnevalsgesellschaft "Grün-Weiß" Schlebusch versorgte Besucher mit Getränken, der Erlös soll zur Finanzierung des Karnevalszuges beitragen.

In einer Schlebuscher Familie ist es Tradition, die Martinslaternen für Samstag mit den Kindern zu basteln. Deren Wünsche waren ausgefallen: Aaron (4) bastelte mit Papa Tommy ein "Feuerauto", Schwester Zoe (7) einen Wal. Sam (3) hingegen hatte seine Igel-Laterne in der Kita gebastelt. Weil die Fackel seiner Schwester in der Schule nicht fertig wurde, musste die alte Maus-Laterne herhalten. Es gab viele Tier-Laternen. Da funkelte der bunte Papagei mit dem Frosch-König um die Wette und das Pferd mit dem Schaf. Vereine, Schulen und Kitas, die keinen Martinszug veranstalten, hatten sich auch in den Zug eingereiht.

Als ärgerlich empfanden Teilnehmer, dass es musiktechnisch Lücken gab. Es sollten drei Gruppen der Musikschule eine Mischung traditioneller Martinslieder spielen. Aber zu viele Erwachsene waren wohl zu ungeduldig und drängten sich zwischen die Gruppen, so dass diese räumlich weit voneinander entfernt gingen. "Wir werden uns etwas einfallen lassen, damit das im nächsten Jahr besser läuft", versprach Hans-Peter Teitscheid von der Werbegemeinschaft, die die Veranstaltung stemmte, während die Organisation des Martinsmarktes beim Veranstaltungsservice Ott lag.

Am Samstag und Sonntag boten Händler und Kunsthandwerker Geschenkartikel, Nützliches und Dekoratives. Am Sonntag kamen Trödler hinzu, zahlreiche Geschäfte beteiligten sich am verkaufsoffenen Sonntag.

(kno)
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