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Leverkusen
Mitmachen und spielerisch über Gesundheit lernen

Leverkusen. Torwandschießen, Vorträge, Information: Am kommenden Sonntag lädt der Rheindorfer Gesundheitstag ein. Von Marion Meyer

Jeder zweite deutsche Mann ist zu dick, jede dritte Frau ebenfalls. Deutschland belegt den Spitzenplatz in Europa, wenn es um Übergewicht geht. Da Fettleibigkeit in jungen Jahren häufig später zu Krankheiten führen kann, sollte man schon rechtzeitig vorbeugen: mit gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung. Um diese eigentlich als selbstverständlich geltenden Regeln weiter zu verbreiten, veranstaltet die Stadt am kommenden Sonntag, 10. September, zum fünften Mal den Rheindorfer Gesundheitstag. Von 12 bis 16 Uhr erwartet die Besucher der GGS Sternenschule an der Masurenstraße ein buntes Programm aus Torwandschießen, vegetarischem Grillen, Tanzvorführungen, Ernährungstipps und Fachvorträgen von Ärzten der hiesigen Kliniken.

An 30 Ständen präsentieren Leverkusener Gesundheitsinitiativen ein "niederschwelliges Angebot", das "die Angst vor einer medizinischen Beratung nehmen soll", sagt Markus Märtens, Sozialdezernent der Stadt. Hier kann man kostenlose Checks machen lassen, etwa Hautkrebsscreening, Lungenfunktionsprüfung, Venendruckmessung sowie Hör- und Sehtest. Kinder bringt das NaturGut Ophoven auf spielerische Weise gesunde Ernährung bei.

Prävention lautet das Zauberwort, das sich alle Mitwirkenden für diesen Gesundheitstag auf die Fahnen geschrieben haben. "Wir wollen eine Sensibilität erzeugen, vernünftig mit dem eigenen Körper umzugehen", sagt Schirmherr Oberbürgermeister Uwe Richrath. 600 bis 800 Besucher kamen in den vergangenen Jahren zum Rheindorfer Gesundheitstag. "Wir hoffen auf mehr", sagt Maria Radi, Vorsitzender des Vereins Rheindorfer Pänz.

Die Fachvorträge der Ärzte (13 bis 14.45 Uhr) befassen sich mit alltagsnahen Themen wie "Stärkung der Abwehrkräfte" (Stefan Reuter, Klinikum Leverkusen), "Rückenbeschwerden" (Thorsten Ernstberger, St. Remigius-Krankenhaus), "Gesund alt werden" (Ingo Reinecke, St.-Josef-Krankenhaus) sowie "Verhinderung von Herz- und Kreislauferkrankungen" (Peter-Lothar Schwimmbeck, Klinikum Leverkusen). Denn 40 Prozent aller Todesfälle gehen auf Herz-/Kreislaufbeschwerden zurück.

Ernährung und Bewegung - das sind die Tipps, die man hofft, schon jungen Leuten mit auf den Weg zu geben. Denn gerade die verbringen laut Prof. Schwimmbeck zu viel Zeit vor dem Computer, statt draußen zu spielen. Gute Ernährung, ausreichend Bewegung, weniger Stress stärken die Abwehrkräfte. "Und weniger krank bedeutet mehr Lebensqualität", sagt Prof. Reuter. Denn viele Faktoren beeinflussen das Immunsystem.

"Man sollte nicht erst kommen, wenn man etwas hat, sondern schon vorher", sagt Prof. Schwimmbeck. Denn die Gesellschaft könnte sich viele Kosten sparen, wenn mehr in Sachen Prävention gemacht würde. "Dafür muss auch investiert werden, etwa in Sporthallen", sagt OB Richrath.

Quelle: RP
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