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Leverkusen
Momentaufnahme: Der ICE hält am Bahnhof Schlebusch

Leverkusen. Hurra, endlich ist sie da, die ICE-Haltestelle in Leverkusen, die seit Jahren immer wieder stark von der Politik als Ziel angepeilt wurde, bisher aber nur ein Luftschloss geblieben ist. Gestern hat er dann tatsächlich in der Stadt gehalten, der ICE. Zwar nicht am eigentlich immer angedachten Bahnhof Leverkusen-Mitte in Wiesdorf, aber immerhin am Bahnhof Schlebusch in Manfort.

Das war gegen 18 Uhr. Und es stiegen Leute aus und in den Regionalverkehr ein, und alles war, wie man es sich so vorstellt an einer ICE-Bahnhaltestelle. Manch einer frohlockte beim Anblick des Schnellzugs schon: "Klasse, jetzt werden die Bremer Fans fürs Heimspiel der Werkself in der BayArena von der Bahn per Extrahalt in Manfort rausgelassen."

Die Enttäuschung folgte auf dem Fuße: Der ICE aus Basel hat auf seinem Weg nach Dortmund unfahrplanmäßig und unfreiwillig in Manfort ein Päuschen eingelegt, sagt die Deutsche Bahn. Die einfache wie doch zart demotivierende Aufklärung des Zwischenhalts: "Der Zug musste wegen eines technischen Defekts in Manfort anhalten", berichtete eine Bahnsprecherin. Der hätte aber vor Ort rasch repariert werden können. Gegen 18.30 Uhr war der Zug schon weitergesaust und hatte längst den offiziellen nächsten Haltepunkt der Strecke erreicht: Solingen. Schade. Aber für einen Moment war er real, der Traum von der eigenen ICE-Haltestelle in Leverkusen.

(LH)
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