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Leverkusen
Morus-Kirche: War ein Materialfehler Schuld?

Leverkusen. Die Notsicherung des einsturzgefährdeten Kirchendaches von St. Thomas Morus soll in dieser Woche abgeschlossen werden, betont das zuständige Erzbistum Köln. Seit Mittwoch läuft der Aufbau der Konstruktion, die aus mehreren Stahlträgern besteht und in Kürze gewährleisten soll, dass die Kirche wieder ohne Bedenken betreten werden kann (wir berichteten). Von Ludmilla Hauser und Roman Zilles

"Wir hoffen, dass das Dach bis zum Wochenende so gesichert ist, dass es nicht mehr einbrechen kann", erläuterte gestern Erzbistums-Sprecher Michael Kasiske. "Erst wenn keine Einsturzgefahr mehr besteht, können wir ja in die Kirche hinein, um von unten das Dach zu öffnen und nach den Schäden zu schauen."

Seit vergangener Woche Dienstag besteht Betretungsverbot für die katholische Kirche in Schlebusch. Dort ist das Flachdach des 1960er-Jahre-Baus um 30 Zentimeter abgesackt. Offenbar hatte Regenwasser das Ganze ausgelöst. Zunächst waren ins Dach Löcher gebohrt worden, damit das Wasser abfließen kann. "Dachdecker haben dann eine Konstruktion gebaut, über die das Wasser kontrolliert ablaufen kann und dabei nicht der Kirchenraum unter Wasser gesetzt wird", berichtet Michael Kasiske weiter. Dass Leverkusen in der Zeit von größeren Schneefällen verschont blieb, sei gut, "denn durch Schnee hätte es vermutlich noch einmal weitere starke Schäden gegeben".

Allerdings ist noch gar nicht absehbar, wie gravierend oder nicht das Ausmaß des aktuellen Schadens ist. Klar ist bislang, dass der Bruch eines tragenden Balkens zum Absacken des Dachs geführt hat.

"Statiker haben aber inzwischen festgestellt, dass kein Bau- oder Berechnungsfehler vorgelegen hat", führte Kasiske aus, der nicht darüber spekulieren wollte, ob womöglich ein Materialfehler die Ursache ist. "Das lässt sich aktuell nicht sagen. Aber selbstverständlich werden sich die Fachleute, wenn sie die Holzdecke öffnen, die Balken sehr genau anschauen. Genauso wird vermutlich auch das Mauerwerk in Augenschein genommen", sagte der Sprecher des Erzbistums.

Für Aussagen zur ungefähren Schadenshöhe sei es ebenfalls noch viel zu früh. "Zunächst einmal gilt es jetzt, unsere Akutmaßnahmen abschließen", erläuterte Michael Kasiske.

Quelle: RP
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