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Leverkusen
Musikalische Häppchen bei den "Sommerserenaden"

Leverkusen. Eigentlich handelt es sich bei "Fingerfood" um einen Party-Snack. In mundgerechte Häppchen portioniert lässt es sich schnell und einfach verzehren. Bei diversen Veranstaltungen finden die kleinen Köstlichkeiten großen Zuspruch. Als es zuletzt "Fingerfood" in der evangelischen Kirche Witzhelden gab, war der Zuspruch so groß, dass es kaum noch einen freien Platz im Gotteshaus gab. Das lag aber nicht an den Delikatessen für den Gaumen, sondern fürs Gehör. Denn "FingerFood" nennen sich die Musiker Stefan Wiesbrock und Wolfram Cramer von Clausbruch, die bereits zum dritten Mal in Witzhelden zu Gast waren. Von Gabi Knops-Feiler

Vor dem Konzert in der Reihe "Sommerserenaden" versprach Karne Herbig-Matthiesen vom Leichlinger Kulturamt: "Es wird ein toller und unterhaltsamer Abend." Und so war es auch. Weil die Musiker bewusst auf laute Töne verzichteten, war stilles Zuhören erforderlich. Das und die träumerisch-schönen Melodien, die "FingerFood" mit einer Prise Folk, Blues und Jazz in kleinen Häppchen servierten, wirkte kolossal entschleunigend. Es dauerte nicht lange, da wippten auch die letzten Besucher den Takt mit den Füßen. Und wer aus den hinteren Reihen nicht gut auf die Bühne sehen konnte, dem half eine Videoleinwand über dem Altar. Ein Blick lohnte sich. Denn das Podium war vollgestopft mit Musikinstrumenten. Neben Gitarren gab es da Balaleika, Harfe, Ukulele oder Hang.

Hang ist ein Musikinstrument aus der Schweiz. Es besteht aus zwei Halbkugelsegmenten aus Pang, einem gasnitrierten Stahlblech. Auf der oberen Halbschale befinden sich Klangfelder. Cramer von Clausbruch - er wechselte seine Instrumente etwa zu jedem zweiten Titel - spielte es mit den Fingern und waagerecht auf dem Schoß haltend. Damit erschuf er neue Klangwelten, die Wiesbrock mit der Gitarre vervollständigte. Das dazu gehörende Stück nannte sich "Pudelsalat". Ein lustiger Name, ganz wie die Interpreten selbst, die zwischen ihren überwiegend selbst komponierten Werken locker und entspannt mit dem Publikum kommunizierten.

Bei einem Song könnte man meinen, es handele sich um ein Liebeslied. "Dich zu kennen, bedeutet mir sehr viel", hieß es darin. Tatsächlich war es ein Loblied auf ein Schlüssel-Passepartout, also einen Schlüssel für alle Schlösser.

Quelle: RP
 
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