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Leverkusen
Neue Betrugsmasche: Handys sperren

Leverkusen. Die Polizei Köln rät, sofort Anzeige zu erstatten und ein Antivirenprogramm beim Internetsurfen zu benutzen. Von Ludmilla Hauser

Kriminelle nutzen jetzt das für ihre illegalen Machenschaften, was fast jeder täglich und fast überall mit sich führt: das Handy oder Tablet. Die Polizei Köln warnt aktuell vor Schadsoftware auf diesen mobilen Geräten. Die Masche dazu: Ein Sperrbildschirm verhindert die Nutzung des Handys. "Es scheint, als ob die Polizei oder andere Behörden das Gerät gesperrt haben? Ein Geldbetrag zum Entsperren wird von Ihnen gefordert? Achtung! Dann wollen vermutlich Betrüger über eine Schadsoftware an Ihr Geld", teilt die Behörde mit.

In den vergangenen Wochen seien vermehrt derlei Fälle in Köln angezeigt worden. In Leverkusen "hat bisher niemand solch einen Vorfall zur Anzeige gebracht", berichtet ein Sprecher der Polizei. Das hieße aber nicht, dass es solche Vorfälle hier nicht gebe. "Manch einer fällt auf die Masche vielleicht herein und zahlt, weil er sich ertappt fühlt." Wahrscheinlich sei, dass häufig Männer von den Betrügern ausgeguckt würden und diesen dann unterstellt werde, sie hätten illegale Pornoseiten aufgesucht, weswegen das Handy gesperrt werde. Der Sperrbildschirm habe dabei den Anschein, als hätte ihn die Polizei oder eine andere Behörde gesperrt, weil der Handynutzer eine Straftat begangen haben soll. Die Infektion mit dem "Schädling" passiert beim alltäglichen Nutzen von Internetangeboten, sagt die Kripo Köln: "Der Download und die Installation geschehen ohne Zutun des Nutzers und unbemerkt. Sobald die Schadsoftware installiert und aktiv ist, erscheint eine Meldung, dass das Gerät wegen eines schweren Deliktes gesperrt sei. Nach Zahlung einer Geldstrafe soll das Gerät wieder nutzbar sein."

Um an das Geld der Opfer zu kommen, nutzen die Täter verschiedene Prepaid-Zahlungsanbieter. Die Opfer sollen im Einzelhandel einen in der geforderten Geldsumme erworbenen Gutscheincode auf dem Handy eingeben. Freigeschaltet wie zugesagt ist das Handy dann aber nicht, nur der Zahlungscode werde an die Betrüger übermittelt. Den können sie anonym einlösen. Das Handy bleibt gesperrt.

Die Polizei rät dazu, erstens der Zahlungsaufforderung nicht nachzukommen, denn Behörden erheben auf diese Weise nie Gelder.

Zweitens: Betroffene sollten sofort Anzeige bei der Polizei erstatten.

Drittens: Beim Surfen im Internet immer ein Antivirenprogramm nutzen, gibt die Polizei als weiteren Tipp aus. Zudem: Oft könne das Handy durch Zurücksetzen in den Werkszustand wieder nutzbar gemacht werden,

Quelle: RP
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