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Postsriptum Diese Woche In Unserer Stadt
Neue Mobilität mit alten Ideen

Postsriptum Diese Woche In Unserer Stadt: Neue Mobilität mit alten Ideen
FOTO: Moll Jürgen
Leverkusen. Leverkusen macht mobil - die Verkehrsdiskussion in Verbindung mit der Frage, wie die Stadtluft sauberer werden kann, ist von existenzieller Bedeutung für Zukunft der Menschen. Und die Zeit drängt. Zumindest darüber sind sich alle einig. Das war's aber auch schon. Denn wie genau das schon länger angekündigte Mobilitätskonzept der Stadt aussehen soll, steht in den Sternen. Die jüngste Ankündigung von Dezernentin Andrea Deppe, einem Büro externer Verkehrsexperten 30 Monate Zeit lassen zu wollen, um ein solches Mobilitätskonzept zu erarbeiten, hat im Stadtrat nur allgemeines Kopfschütteln ausgelöst. Von Bernd Bussang

Konzepte? Ideen? Visionen? Fehlanzeige. Statt dessen wird bei öffentlichen Diskussionen weiter fabuliert. Mehr Radwege bauen, was mitunter die Verengung von Fahrbahnen für Autos zur Folge hätte, und somit mehr Stau. Radler entgegen Einbahnstraßen fahren lassen, was Gefahren provoziert. Der Ausbau von "Park & Ride-Plätzen" wird in Frage gestellt, weil die Abstellplätze angeblich mehr Verkehr bedingen. Radwege sind prima und können weiterhelfen. Ein Allheilmittel gegen den Verkehrsinfarkt sind sie gewiss nicht.

30.000 Mitarbeiter des Chemparks können nicht alle mit dem Rad zur Arbeit fahren. Erst recht nicht im Winter. Vom Lade- und Lastverkehr ganz zu schweigen. Das Auto wird so schnell nicht aus der Stadt verschwinden. Wir brauchen also umweltfreundliche Antriebe und vor allem neue Ideen, nicht die alten - und bitte nicht erst in 30 Monaten.

Quelle: RP
 
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