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Leverkusen
Neue Schäden - Rheinbrücke bleibt vorerst zweispurig

Blick in die sanierte Rheinbrücke Leverkusen
Blick in die sanierte Rheinbrücke Leverkusen FOTO: Ines Rzepka
Leverkusen. Die Rheinbrücke an der A1 bei Leverkusen ist kaum für Lkw freigegeben, da hat Straßen.NRW erneut Schäden an der Stahlkonstruktion festgestellt. Die geplante Freigabe einer dritten Spur je Richtung liegt damit für unbestimmte Zeit auf Eis. Ob eventuell eine erneute Sperrung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen wie von Ende November bis Anfang März droht? "Man kann überhaupt nichts ausschließen", sagt Laurenz Braunisch von Straßen.NRW.

"Es gibt auch neue und neuartige Schäden. Der Stahl, der damals verbaut wurde, und die Schweißtechnik entsprechen nicht heutigen Standards", sagt Braunisch. Mit einem "guten Riecher" seien die Schäden entdeckt worden, als in der Nähe gearbeitet wurde. "Die Analyse-Ergebnisse sind noch warm, die Schlussfolgerungen daraus muss man noch ziehen", sagt Braunisch.

Die Probleme mit der Stahl- und Schweißqualität dulden jedoch keinen Aufschub. Ein sehr großer Schaden wurde am vergangenen Wochenende behoben, dafür hatte man sogar den Verkehr in Richtung nur einspurig laufen lassen, obwohl sonntags keine Lkw über 7,5 Tonnen fahren dürfen. Das Dilemma für die Brückenexperten ist: "Man will die Brücke so lange erhalten, bis die neue genutzt werden kann. Man darf es mit der Nutzung aber auch nicht übertreiben, dann gefährdet man das Ziel", erklärt Braunisch.

(irz/das)
 
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