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A1 bei Leverkusen
Neue Sperren fangen 54 Lkw und Busse ab

Minister Groschek nimmt Lkw-Sperre an A1 in Betrieb
Minister Groschek nimmt Lkw-Sperre an A1 in Betrieb FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. 40 Fahrzeuge sind bis Sonntag vor der Schranke im Spaghettiknoten gelandet, 14 in der am Samstag eröffneten zweiten Sperre auf der A1 Richtung Köln. Verständlichere Schilder sind nicht geplant. Von Susanne Genath

Am Donnerstag ging die erste Schrankenanlage vor der Leverkusener Brücke - im Spaghettiknoten - in Betrieb, Samstag um 13 Uhr folgte die zweite. Sie befindet sich auf der Autobahn 1 Richtung Köln in Höhe der Ausfahrt Leverkusen-Zentrum und zur Auffahrt auf die A59 Richtung Düsseldorf. Bis gestern 17 Uhr landeten in der ersten Sperre seit Donnerstagvormittag 40 zu schwere oder zu breite Fahrzeuge. Die zweite Sperre fing innerhalb der ersten 28 Stunden ihres Betriebs 14 Fahrzeuge ab. "Hier handelte es gestern überwiegend um Busse", berichtete Ingrid Scholtz, Sprecherin des Landesbetriebs Straßen NRW. "Es bleibt spannend, wie es sich im Berufsverkehr entwickelt."

Besondere Vorkommnisse seien allerdings nicht zu vermelden. Die Verwaltungshelfer hätten bislang nicht die Polizei zur Hilfe rufen müssen. "Offensichtlich erklären sich die Systeme selbst", sagt Scholtz.

Leverkusen: So funktioniert die Lkw-Sperre FOTO: Radowski

Die Kritik, die Verbotsschilder seien nicht deutlich genug, weist der Landesbetrieb zurück. Auf das Überfahrtsverbot der maroden Rheinbrücke weist ein rundes Schild mit einem roten Rand hin, in dem ein Pkw und die Zahl 3,5 Tonnen abgebildet sind. Vorgeschlagen wurde unter anderem, ein Zeichen mit einem durchgestrichenen Lkw zu wählen.

"Das bisherige Schild ist das weitreichendere", erklärt Timo Stoppacher von Straßen NRW. "Und die Zahl 3,5 Tonnen sollte auch ein Ausländer verstehen." Schließlich seien alle Fahrzeuge gemeint, die mehr als das auf die Waage bringen. Dazu gehören zum Beispiel gepanzerte Limousinen und Reisebusse.

Auch Schilder auf Englisch anzubringen, sei keine Lösung. "Viele Lkw-Fahrer aus den osteuropäischen Ländern sprechen eher Russisch als Englisch", sagt Stoppacher. Angaben in zu vielen Sprachen würden dann eher verwirren, seien auch nicht erlaubt.

Am morgigen Dienstag soll die dritte Sperranlage in Betrieb gehen, Ende der Woche dann die vierte. Sie sollen bis voraussichtlich 2020 ihre Arbeit verrichten. Dann soll der erste Teil des Brückenneubaus fertig sein und auch wieder Lkw-Verkehr aufnehmen können.

Quelle: RP
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