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Leverkusen
Neue Sporthalle in der Bahnstadt

Leverkusen. Turnhallen sind in Opladen ein knappes Gut: Im Sporthallenentwicklungsplan 2012 bis 2016 der Stadt wird für die Opladener Schulen ein "Fehlbedarf von einer Sporthalleneinheit" aufgezeigt. Von Ludmilla Hauser

Parallel ist das Landrat-Lucas-Gymnasium neue Sportschule NRW und hat ab dem Schuljahr 2016/2017 mehr Sporthallen-Bedarf, als die an der Schule vorhandenen Halleneinheiten bieten. Konkret sind es für das Betreiben der Sportschule NRW 168 Stunden pro Woche, das macht laut Stadt einen Hallenmehrbedarf von vier Halleneinheiten oder von drei Halleneinheiten und einem Kraftraum aus. Den Bau dieser Variante wollte die Stadt schon 2014 anstreben - es scheiterte am Eigenanteil von 20 Prozent.

Jetzt hat sich das Blatt finanziell gewendet. Die Bundesregierung hat ein Programm aufgelegt, mit dem "Projekte mit besonderer überregionaler bzw. nationaler Wahrnehmbarkeit und Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder hohem Innovationspotential im Hinblick auf die soziale und gesellschaftliche Integration gefördert werden", schreibt die Stadt. Stimmen die Voraussetzungen, fördert der Bund bis zu 90 Prozent. Auch das Land hat Leverkusen finanzielle Unterstützung zugesagt. Die Stadt muss nur das Grundstück zur Verfügung stellen. Das sieht sie in der Bahnstadt gegeben.

Erst hatte die Verwaltung überlegt, die Halle gleich für Mehrzwecknutzung zu bauen, um den Wegfall der Stadthalle Opladen zu kompensieren. Der Gedanke wurde aber verworfen, um die Förderung nicht zu gefährden. Darauf wies jetzt auch Michael Molitor (Fachbereich Oberbürgermeister) die Politiker der Opladener Bezirksvertretung hin, die einen neuen Veranstaltungssaal etwa für Karneval gern gesehen hätten.

Kostenübersicht: Dreifach-Turnhalle - rund 7,5 Mio Euro inklusive Grundstückswert; mit Mehrzwecknutzung - ca. elf Mio; für eine Sporthalle plus angrenzende Veranstaltungshalle - ca. 13 Mio Euro.

Die Stadt schlägt der Politik vor: die Sporthalle zu bauen, aber so, dass eine Ergänzung um eine Veranstaltungshalle später "über möglicherweise andere Fördermittel realisierbar ist". Der Sportpark soll mit dem Projekt betraut werden. Die Mitglieder des Betriebsausschusses Sportpark und der Bezirksvertretung II haben zugestimmt. Jetzt muss sich der Rat am 14. Dezember dafür entscheiden. Am 15. Dezember spätestens muss die Stadt den Ratsbeschluss beim Bund einreichen.

Quelle: RP
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